Canyoning

Leiter Canyoninggruppe Nord

Markus Maurer

Tel.: +43 664 4083156
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News & Beiträge - Canyoning

  • 6. Oktober 2023

Canyoning-Gruppe mit Elan in den Herbst

Getreu dem Motto, "das nahenden Canyoning-Saison Ende, ist der...

  • 14. September 2023

Canyoning: Erfolgreiche Tage in der Lombardei

Insgesamt 20 Canyoning-Retter haben sich Anfang September in der...

  • 8. Juni 2023

Canyoning-Schnuppertour in der Fischbachklamm

Sieben Bergretter der Ortsstelle Salzburg beteiligten sich am 31....

Kursberichte

Canyoning Landesfortbildung, Friaul, 23. bis 25.9.2022

Die gemeinsame Canyoning-Landesfortbildung der Gruppen Nord und Süd fand dieses Jahr mit 17 Teilnehmern vom 23. bis 26.09.2022 in Friaul statt. 

„Die Wetter war perfekt. Die Canyons hatten allerdings eine niedrige Wasserführung, da es vorab kaum geregnet hatte“, beschreibt Ingo Gugl, Leiter der Canyoninggruppe Süd und Landesausbildungsleiter Stellvertreter die Wetterbedingungen. Drei Tage lang begingen die Bergretter der Spezialgruppe die vertikalen bzw. aquatischen Canyons der Umgebung. „Zwei bis drei Schluchten pro Tag mit bis zu 80 Meter langen Abseilern und dem Bau von Zwischenständen im Wasserfall, oder der Aufbau von Querseilen um aquatische Canyons zu überwinden, das war auch für unsere Leute fordernd. Quasi im Vorbeigehen haben wir dabei auch die canyoningspezifischen Techniken geübt“, zieht Ingo Gugl Resume.

Am letzten Tag fand eine Bergeübung mit allen Canyoningrettern im Canyon Rio Pliz statt. Ein „Verletzter“ musste etwa über drei Felsstufen – unter anderem mittels Seilbahn- in der neuen Spezialtrage geborgen werden. „Geübt wurden das Handling der Trage, die richtige Lagerung und der Wärmeschutz des „Patienten“ sowie ein möglichst schondender Abtransport“, beschreibt Ingo Gugl die Inhalte der Übung.

Bilder: Markus Maurer

Übung Canyoning-Gruppe-Süd in der Angerschlucht im Gasteiner Tal (Bad Hofgastein)

Nach Vorarbeiten durch Florian Jaccard (OS-Saalfelden) – er legte einen Bericht dazu ab, ob in dieser Schlucht Canyoning möglich ist -, wurde entschieden, sich diese Schlucht genauer, soll heißen aus der Perspektive des Wasserlaufes anzusehen. Hierzu trafen sich am 11. September, Samstagmorgen, die Teilnehmer der Canyoning-Gruppe Süd für eine gemeinsame Begehung.  „Wir haben zwei ansprechende und schöne Canyoning Teilstücke vorgefunden“, sagt Ingo Gugl, von der Canyoninggruppe Süd. „Abseilstellen bis zu 20 Meter, die neu einzurichten waren. Es konnten Sprünge und Rutschen hier bewältigt werden. Wir übten und trainierten die unterschiedliche Seiltechniken, die je nach Gelände anzupassen waren – und haben geübt Neuland erkundet. Ein herzliches Danke an alle Teilnehmer!“

Fotos von Wolfgang Rohrmoser und Florian Jaccard
 

Canyoning Landesfortbildung, 28. – 30. August 2020

Die gemeinsame Canyoning-Landesfortbildung der Gruppen Nord und Süd fand dieses Jahr vom 28.bis 30.08.2020 in Kärnten / Osttirol mit Stützpunkt in Kötschach-Mauthen statt. 

Die Wetterprognose für dieses Wochenende war alles andere als günstig. Jedoch hatten wir Glück mit dem Wetter und konnten Freitag und Samstag bei passablen Bedingungen unterschiedliche Schluchten begehen sowie unterschiedliche Seil- und Rettungstechniken beüben. Mit der von der Gruppe Nord mitgebrachten Canyoningtrage wurde gleich Freitag Nachmittag in der Grünseeschlucht geübt.

Auch am Samstag Vormittag waren die Verhältnisse gut und so konnten wir den Silberbach mit dem imposanten 50 Meter Schlusswasserfall durchgehen. Nachmittag trübte es sich mit einzelnen lokalen Schauern ein. Daher beschlossen wir, in der kürzeren Weissee-Schlucht bei Fellbach verschiedene Seiltechnik-Manöver zu üben. In der Nacht von Samstag auf Sonntag traf dann die vorhergesagte Gewitter- und Regenfront ein.

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer für die gemeinschaftliche Planung der Touren vor Ort und an die Landesleitung, die uns diese Fortbildung ermöglichte.

Bericht: Ingo Gugl, Leiter Canyoning Süd, Bilder: Wolfgang Rohrmoser

 

Canyoninggruppe und Loferer Bergretter üben gemeinsam

Am Dienstag, 9. Juni 2020, trafen sich die Mitglieder der Canyoninggruppen Nord und Süd sowie die Bergretter der Ortsstelle Lofer zu einer gemeinsamen Übung in Lofer.

Übungsannahme: Zwei Personen sind beim Aufstieg über den Wasserfallweg auf die Loferer Alm vom Weg zum nahen Wirmbach, mit seinen schönen Gumpen und Wasserfallstufen, abgestiegen um sich hier zu erfrischen. Dabei stürzt eine Person über eine Wasserfallstufe und beibt verletzt in der darunter befidlichen Gumpe liegen. Die zweite Person versucht zum abgestürzten Wanderer abzusteigen und Hilfe zu leisten. Dabei rutscht auch diese Person  auf dem glitschigen Terrain aus. Sie stürzt ebenso in das unterhalb liegende Wasserbecken ab und bleibt ebenfalls verletzt liegen – kann allerdings die Bergrettung Lofer alarmieren.

Die Loferer Bergretter rückten gemeinsam mit der alarmierten Canyoning-Gruppe Süd/Nord zum Einsatzort aus. Die Canyoninggruppe konnte dann die zwei verletzten Personen in Zusammenarbeit mit der Ortsstelle Lofer  via Seilrolle und Seilbahnsystem aus dem Wasserlauf rasch bergen, versorgen und abtransportieren.

Text: Ingo Gugl, Fotos: Heinz Leitinger und Bernd Schmuck

Wildwasserschwimmen will gelernt sein

Die aktuellen Lockerungen der Corona-Maßnahmen nutzte die Canyoning-Gruppe Nord gleich für einen weiteren Schulungstag. Am vergangenen Samstag, 6.6.20, wurde in der Saalach bei Lofer unter anderem das Wildwasserschwimmen trainiert. Die Fortbildung leitete Dion Adams (Raftguide und Canyoningführer) und sein Team vom Base Camp in Lofer.

Erstes Übungsszenario war die Bergung einer hilflosen Person, die auf einem Stein im Wildwasser saß. Dabei wurde besonderes Augenmerk auf die gefährliche Kehrwassersituation gelegt. Durch die Kraft der Hydrodynamik des Wassers kann bei anspruchsvollen Stellen viel Muskelkraft gespart werden. Weiters wurden die Bewältigung und die Überquerung von Hindernissen im Wasser geübt.

Die Gruppe hat sich mittags in der Jausenstation Vorderkaser gestärkt und übte am Nachmittag noch diverse Seiltechniken in der Vorderkaserklamm.

Text: Johann Steiner
Fotos © Canyoning-Gruppe Nord

Saisonbeginn für Canyoninggruppe Nord 2020

Kälte sind Canyoningretter ja gewöhnt. Und so stand dem heurigen Saisonbeginn der Canyoninggruppe Nord am 11. Mai nichts mehr im Weg. Eine zusätzliche Herausforderung war in diesem Jahr die Einhaltung der „Corona Regeln“ und der hohe Wasserstand.

Die erste Übung 2020 Jahr fand beim Aubachfall im Gemeindegebiet von Abtenau (Voglau) statt. Unter der Einhaltung der aktuellen Corona Vorsichtsmaßnahmen wurde die Bergung einer verletzten Person aus dem Aubach trainiert.

Eine besondere Herausforderung war der hohe Wasserstand, welcher die Rettung überaus anspruchsvoll gestaltete. Der Abtransport der verletzten Person erfolgte zunächst über eine Abseilstelle parallel zum stark wasserführenden Wasserfall, danach ging es über das Bachbett bis zur Mündung in die Lammer. Zuletzt wurde mittels Seilsicherung noch die Lammer bis zu dem Standort überquert, wo der Patient im Einsatzfall der Rettung übergeben werden kann.

Fotos © Canyoning-Gruppe Nord

Gemeinsame Übung der Canyoning-Gruppe Süd mit der Ortsstelle Kaprun

Am vergangenen Freitag trainierte die Canyoning-Gruppe Süd gemeinsam mit den Kapruner Bergretter im Schluchtabschnitt beim Ghf. Kesselfall.
Übungsannahme war ein in den Schluchtabschnitt der Kapruner Ache beim Ghf. Kesselfall, abgestürzter Wanderer. Da der Verunglückte im Bachbett zu liegen kam, wurde dieser von der Canyoning Gruppe Süd, welche sich durch die Schlucht zum Verunfallten vorarbeiteten, erstversorgt. 
Über eine Schrägseilbahn wurde der Verunfallte mittels UT-2000 aus der Schlucht geborgen und von der Bergrettung Kaprun weiter abtransportiert. 
Einen herzliche Dank an alle Übungs-TeilnehmerInnen, und ein besonderer Dank an den Ausbildungsleiter der Ortsstelle Kaprun, für die perfekt vorbereitete Übung.

Bericht: Ingo Gugl, Bilder: Tom Etzer
 

Grundkurs für Canyoningretter der Bergrettung Salzburg

Einsatzbedingungen herrschten beim diesjährigen Canyoningretterkurs

 

Vom 26.5 – 29.5. trafen sich sechs Teilnehmer der Salzburger Bergrettung, um unter der Leitung des Ausbildungsreferenten Gerhard Pfluger den Grundkurs zum Canyoningretter zu absolvieren.
Bei teils schönem, teils sehr regnerischem und kaltem Wetter wurde den Teilnehmern im Rahmen von praktischen Übungseinheiten in der Almbachklamm aber auch bei der Begehung von etlichen Schluchten des Flach- und Tennengaus das Thema Canyoningrettung sehr intensiv nahe gebracht.

Das Ausbildungsteam bestehend aus Christian Bauer, Franz Deisenberger und Wolfgang Rohrmoser, alles geprüfte und autorisierte Canyoningführer und Bergretter, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Ausbildung zumal aufgrund der Bedingungen und Wasserstände in den Gräben, die Ausbildungsziele sehr gut erreicht werden konnten und die Teilnehmer wirklich gefordert wurden.

Bericht und Bilder: Wolfgang Rohrmoser

Canyoning im Winter

Canyoning im Winter? Ja geht das denn? Drei Mitglieder unserer Canyoninggruppe Nord und Mitglieder der Bergrettungsortsstelle Golling machten die Probe auf´s Exemple!


Bei Eis und eisigen Temperaturen (Wassertemperatur 2 Grad) probierten die drei einmal Canyoning im Winter – im Fischbach /Bluntautal aus.



Ihre Intention oder ihre Gründe?? „Neugierde und Materialprobe bei eisigen Temperaturen (Anzug, Seile, Schuhe usw.) damit wir für evt. Wintereinsätze gerüstet sind“, so Anton Brandauer, der Leiter der Gruppe Nord.


Für euch hier die Bilder, die die drei mitgebracht haben!

Koordinationswochenende Osttirol

Von Freitag, 24. bis Sonntag, 26. September 2010, fand in Lienz die alljährliche Koordination der Canyoningrettungsgruppen der Bergrettung Salzburg statt. Es nahmen 18 Personen von der Gruppe Nord und heuer das erste Mal zwei Mitglieder der Gruppe Süd teil. Erklärtes Ziel dieser regelmäßigen Fortbildung ist es, die Zusammenarbeit innerhalb der Spezialisten zu festigen und das Team mit neuesten Techniken vertraut zu machen.


Im Rahmen der Ausbildung wurden am Freitag zwei teilweise äußerst anspruchsvolle Schluchten (Rötenbach und Frauenbach) begangen. Das prognostizierte Schlechtwetter (Starkregen) am Samstag trat leider ein und so hielt unser Ausbildungsleiter (Gruppe Nord) Günter am Vormittag einen Theorievortrag über spezielle Seiltechnik für die Canyoningrettung. Dabei ergaben sich neue Ansatzpunkte, die im Anschluss diskutiert wurden. Am Nachmittag mussten wir die Bergeübung aus der Schlucht wegen des Hochwassers auf den Kinderspielplatz in Lavant verlegen. Dies freute besonders die drei „Zwergenretter“ der OS Golling.


Da am Sonntag an eine Schluchtenbegehung im Raum Osttirol wegen der Wassermenge nicht zu denken war, entschlossen wir uns kurzerhand nach Friaul (Italien) auszuweichen. Der um diese Jahreszeit eher trockene Canyon Cuestis hatte nach den Regenfällen genau den richtigen Durchfluss. Die seiltechnischen Manöver und die Aquatik stellten dabei alle Mitglieder der Bergungsmannschaft auf eine harte Probe.


Die Fortbildungstage forderten von allen Teilnehmern beste Kondition und überdurchschnittliches Engagement. Gleichzeitig kann aber auch festgestellt werden, dass durch diese Art der Koordination die Leistungsfähigkeit aller Teilnehmer wesentlich verbessert wird und der Salzburger Bergrettungsdienst mit den Schwerpunktgruppen Canyoning Nord und Süd über zwei bestausgebildete und höchstmotivierte Teams von Bergrettern verfügt.

 

Leiter der Canyoningrettungsgruppe Nord
Toni Brandauer

Über die Canyoningrettung

Rettungen aus engen und steilen Schluchten gestalten sich oft sehr schwierig. Das Element Wasser hat schon mancher unterschätzt und zahlreiche Personen kamen an offensichtlich harmlosen Stellen in Not.

Schulung eigener “Canyoning-Retter”

Die Bergrettung kann sich aktuellen Trends nicht verschließen und muss sich auf immer neue Trendsportarten einstellen. So auch beim Thema Canyoning. Seit längerer Zeit werden in der Bergrettung Salzburg in diversen Ortsstellen sogenannte „Canyoning-Retter“ zusätzlich und eigens geschult.

Aufgrund der Zunahme von Einsätzen in verschiedensten Schluchten im Land Salzburg entstand in den Reihen der Bergrettung Salzburg ein größerer Bedarf an besonders geschulten Bergrettern. Deshalb wurden in der Bergrettung zwei Canyoning Gruppen für das Land Salzburg gegründet:

  • Canyoning Gruppe Nord (Flachgau, Tennengau)
    Leiter: Markus Maurer (Ortsstelle Grödig)
  • Canyoning Gruppe Süd  (Pinzgau)
    Leiter: Ingo Gugl (Ortsstelle Lofer)

Darüber hinaus entstanden neue Ausbildungsrichtlinien, die der Ausbildungsleiter der Salzburger Bergrettung, Gerhard Pfluger, entwickelt hat.

Problematische Aspekte des Canyoning

Das Canyoning erfordert eine Auseinandersetzung mit zwei völlig verschiedenen Naturelementen: Fels/Berg und Wasser. Die Gefahren und Risiken dieser beiden Elemente überlagern sich beim Canyoning in vielfältiger Weise.

Daraus ergeben sich besonders hohe Anforderungen an die Ausbildung, Erfahrung und Verantwortung. Diese Fähigkeiten werden in Zusatzausbildungen nach der Ausbildung zum Bergretter/zur Bergretterin geschult. Aufgrund der Topographie von Schluchten und der Zusatzgefahr „Wasser“ spielen neben der alpinen Sicherungstechnik auch Wildwasserkenntnisse eine tragende Rolle.

Ausbildung zum Canyoningretter

Zusätzlich zur kompletten Ausbildung zum Bergretter/Bergretterin (jeweils einwöchiger Fels- und Eiskurs, Winterkurs und Erste Hilfe Kurs) werden die Canyoning-Retter bei einem viertägigen Kurs zu diesen Spezialtechniken geschult. Dazu müssen sich die Mitglieder der einzelnen Gruppen jährlich verschiedensten festgesetzten Fortbildungen unterziehen (einmal dreitägige Landesfortbildung und weitere Gruppenfortbildungen).