Winterkurs der Bergrettungshunde in Zauchensee

24.01.26 Ausbildungen

Unsere Bergrettungshundeteams trainierten vergangene Woche zum 42. Mal in Zauchensee. Vier neue Einsatzhunde verstärken die kommende Arbeit.

Um jederzeit für Lawinen- und Sucheinsätze gerüstet zu sein, trainiert die Hundestaffel der Bergrettung nun bereits seit 42 Jahren eine Woche die Lawinenarbeit im Skigebiet Zauchensee. Der Referent der Bergrettungshundestaffel, Thomas Zeferer und sein Ausbilderteam: „Dort wird unser Einsatzhundenachwuchs bei perfekten Bedingungen auf die künftige Arbeit am Lawinenkegel ausgebildet. Unsere fertigen Einsatzhunde-Teams müssen sämtliche an sie gestellten alpinen Einsatzszenarien unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade abarbeiten.“

Unsere Hundeteams in ständiger Einsatzbereitschaft

Die vergangenen Tage zeigten einmal mehr, wie wichtig auch die Einsatzbereitschaft unserer Hundeteams ist, einige der Lawinenhundeführer waren bei allen vergangenen Lawineneinsätzen im Pongau mit dabei.

Das vergangene Jahr brachte insgesamt 31 Einsätze für die Bergrettungshundeteams, davon konnten unsere Suchhunde (Mantrailerteam Maria Riedler/Bischofshofen mit Ares und Flächensuchhund Markus Stemberger/Kaprun mit Amy) zwei Personen während der Sommerzeit lebend finden.

Sozialisation am Lawinenfeld – vom Welpenalter an mit dabei

Unsere Hundeteams aus dem ganzen Bundesland müssen mehrere Kurse durchlaufen und Prüfungen absolvieren, bevor sie für Such- und Lawineneinsätzen eingesetzt werden. Der Welpen Kurs ist der erste Kurs und eine spielerische Annäherung und Gewöhnung an spätere Herausforderungen. Die sehr jungen Hunde üben dabei neben einer verlässlichen Anzeige auch einen stressfreien Transport in Liften, Gondeln und Pistenfahrzeugen. Heuer verfolgten unzählige Skifahrer in Zauchensee unser jüngstes Team aus Krimml, Michael Mösenlechner mit seinem drei Monate alten Labradorrüden Bruno. Für Bruno galt es viel an zukünftigen Herausforderungen kennenzulernen.

Gratulation an Prüflinge!

Im Anschluss an den Welpenkurs folgt der sogenannte A-Kurs, den heuer zwei Teams erfolgreich absolvierten. Hier müssen Hundeführerinnen und Hundeführer mit ihren Vierbeinern bereits gemeinsam arbeiten und eine verschüttete Person finden. Wir gratulieren Heini Laimer (Strobl) mit Nora und Stefan Aigner (Dienten) mit Fly.

Den B-Kurs, wo mehrere Vermisste bzw. Verschüttete unter schwierigeren Herausforderungen gefunden werden müssen, absolvierten Bianca Reitinger (Mühlbach) mit Gombi, Bernhard Wallner (Hofgastein) mit Simba, Martin Waltl (Enzingerboden) mit Mali und Christoph Nindl (Krimml) mit Loki.
Diese Teams stehen nun im Bundesland Salzburg für den Ernstfall zur Verfügung. „Wir gratulieren herzlich zur bestandenen Einsatzprüfung!“, sagt Ausbildungsleiter Christian Binggl aus Obertauern, der sich über die heurigen Leistungen gemeinsam mit seinen Ausbilderteam freute: „Die gezeigten Arbeiten waren über die ganze Woche eindrucksvoll. Man sieht, dass die vielen extra Übungen unserer jungen Hundeteams so zum besonderen Erfolg führen.“

Großartige Unterstützung durch Liftgesellschaft Zauchensee

Die Bergrettung Salzburg dankt wieder einmal dem Team der Bergbahnen Zauchensee, „ganz besonders und allen danke ich Veronika Scheffer, die für die Hundestaffel nicht nur eine Gönnerin, sondern auch eine verlässliche Partnerin ist. Dazu gratulieren wir herzlich zu ihrem runden Geburtstag. Herzlichen Dank auch an unsere Tierärztin Gabi Fidler und an unseren Kuraten Bernhard Rohrmoser und Sylvia für ihre langjährige Unterstützung und Begleitung.“

Besonders freuten wir uns auch über den Besuch von Landesleiter Richard Freicham und unserem Psychologen Hans Kirschner und Erich Hutter (Peers) in Zauchensee!

Fotos und Bericht M. Riedler