Katastrophenschutzübung mit Salzburger Bergrettung in Hochfilzen
Übungsszenario war ein Lawinenabgang und der Absturz zweier Hubschrauber mit mehreren Opfern.
Die Länder Salzburg und Tirol übten diese Woche in Hochfilzen drei Tage lang den Ernstfall. An der Feldübung auf dem Truppenübungsplatz Hochfilzen am Freitag, 6. März, wurde der Zusammenstoß von zwei Hubschraubern und ein Lawinenabgang in einer fiktiven extremen Wettersituation mit andauernden Schneefällen wie im Winter 2029 simuliert.
An dieser Realübung beteiligten sich neben der Tiroler Bergrettung auch die Salzburger Bergrettung, die für die Bergung von Lawinenopfern zuständig war. Die Übungsleitung für den Lawineneinsatz übernahm Bernd Tritscher, Bezirksleiter Bergrettung Pinzgau, der auch das „Drehbuch“ für diesen Einsatz der Salzburger Bergrettung geschrieben hat.
Im Fokus dieser „Show-Übung“ stand das koordinierte Vorgehen, um die Verletzten rasch und sicher aus dem schwierigen Gelände zu bringen. „Schwerpunkt ist die Suche und Rettung im alpinen Raum“, erläuterte Salzburgs Landeskatastrophenschutzreferent Markus Kurcz.
230 Einsatzkräfte
Insgesamt 300 Teilnehmende, darunter 230 Einsatzkräfte von fünf Einsatzorganisationen (Polizei, Bundesheer, Bergrettung, Rotes Kreuz und Feuerwehr) und Behörden nahmen an dieser Übung namens „OLEX.26“ teil. Straßensperren wegen der Schneefälle, Unterbrechungen von Eisenbahnlinien, Ausfälle in der Stromversorgung, gestrandete Touristen und sehr große Lawinengefahr führten zu einer herausfordernden Situation für Bevölkerung, Behörden und Einsatzkräfte.
Konkret hatte die Salzburger Bergrettung hatte die Aufgabe zu meistern, nach einem Lawinenabgang, den ein Hubschrauberabsturz ausgelöst hatte, sechs Verunfallte zu retten. An der Bergung wirkten 13 Einsatzkräfte der Ortsstelle Leogang, 9 der Ortsstelle Saalfelden, 2 der Ortsstelle Mittersill, drei Hundeführer und ein Bergrettungsarzt mit. Zum Einsatz kamen u.a das neue Einsatz-Zelt der Bergrettung, drei Tyromont-Tragen mit Vakuum- und Bergsack, BivyShelter, 100 Meter Statikseil, ein neues „Side by Side Vehicle“ (SSV) des Bergrettungs-Katastrophenhilfszuges, stationiert bei der Ortsstelle Mittersill, ein Quad der Ortsstelle Leogang sowie Einsatzfahrzeuge der Ortsstellen Leogang, Saalfelden und Mittersill sowie der Defender der Landesleitung.
Bezirksleiter Tritscher: „Perfekt gelaufen“
Ein wichtiger Part der Übung war, die Kommunikation der Einsatzorganisationen mit den Behörden und Abläufe zu trainieren, um im Ernstfall rasch handeln zu können. „Die Zusammenarbeit mit Oberst Thomas Abfalter, Kommandant des Truppenübungsplatzes Hochfilzen, und mit Josef Simair, Obmann der Tiroler Bergrettungsortsstelle St. Ulrich am Pillersee, war ausgezeichnet“, freut sich Bezirksleiter Bernd Tritscher über die gute Zusammenarbeit. „Die Übung ist perfekt gelaufen“. Auch die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Hochfilzen und Fieberbrunn habe sehr gut funktioniert.
Salzburgs Landeshauptfrau bedankte sich bei Einsatzkräften
Salzburgs Landeshauptfrau Karoline Edtstadler und Tirols Landeshauptmann Anton Mattle sowie Innenminister Gerhard Karner beobachteten mit großem Interesse die spektakuläre Feldübung vom Zuseherbereich aus. Edtstadler bedankte sich bei allen Mitwirkenden: „Diese Übung stärkt nicht nur die Abläufe in den Einsatzstäben, sondern auch das Vertrauen zwischen allen beteiligten Organisationen.“
Ein Bild von der Übung machten sich auch die beiden stellvertretenden Landesleiter der Salzburger Bergrettung, Wolfgang Gadermayr und Joachim König, der Landesleiter der Bergrettung Tirol, Ekkehard Wimmer, der Referent „Lawine“ des Bundesverbandes der Österreichischen Bergrettung, Christian Riepl, Tirols Sicherheits-Landesrätin Astrid Mair und noch viele andere.
Fotos: Salzburger Bergrettung
































