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Wechtensturz von Königsberger Horn - Vier Einsätze in vier Tagen fordern Bergretter aus St. Gilgen

Bereits zum vierten mal innerhalb von vier Tagen mussten die St. Gilgener Bergretter Skitourengeher bei teilweise schlechten Witterungsverhältnissen und Lawinengefahr bergen. Die Einsätze dauerten teils bis in die frühen Morgenstunden. Mit unterstützt haben dabei die Bergretter der Ortsstelle Strobl

Wechtensturz vom Gipfel des Königsberger Horns
Am Montag, 22.3., 21:10
, alarmierte ein 24jähriger Tourengeher aus Ried im Innkreis die Bergrettung. Absturz alpines Gelände Königsberger Horn. Der 34jährige Tourenpartner des Oberösterreichers war beim Umziehen am Gipfel des Königsberger Horns (1.621, Osterhorngruppe) mit einer Wechte Richtung Wettersteingraben in die Tiefe gestürzt. Er zog sich dabei eine Schulterverletzung zu.

„Der Anmarsch war bei stürmischem Wind, schlechter Sicht und Schneefall sehr schwierig und langwierig“, informiert Einsatzleiter Estolf Müller (Ortsstelle St. Gilgen) über den bereits zweiten bis in die frühen Morgenstunden dauernden kräfteraubenden Einsatz innerhalb eine Tages. „Ohne die Unterstützung des Quadfahrers, der unsere Leute teilweise zog und einem Pistengerätefahrer der den Weg spurte sowie der Unterstützung unserer Strobler Kollegen hätte die Bergung bei den Schneemengen wohl noch wesentlich länger gedauert“.

Um 23:19 konnte ein telefonischer Kontakt mit dem Begleiter des Verunfallten hergestellt werden - Verunfallter mit Schulterverletzung, Wiederaufsteieg zum Gipfel nicht möglich. Um etwa 0:12 kam es zum ersten Sichtkontakt der Bergretter mit dem Verunfallten, der den Wiederaufstieg über den lawinösen und tiefverschneiten Hang zum Gipfel nun doch geschafft, allerdings auch einen Ski verloren hatte. Ein Strobler Bergretter stellte seinen Ski zur Verfügung und fuhr nach Versorgung des Verletzten selbst mit nur einem Ski ins Tal ab. Die beiden Skitourengeher fuhren dann mit Hilfe der Bergrettung eigenständig ins Tal ab.

Der Einsatz konnte nach über fünf Stunden um 2:20 beendet werden. Im Einsatz waren die Bergrettung Ortsstelle St. Gilgen (10) und Ortsstelle Strobl (15 Bergretter), 1 Alpinpolizist, 1 Quadfahrer, 1 Raupenfahrer

Skitourengeher verirrten sich in 60 Grad steilem Stubnergraben
Am Sonntag 21.3., um 20:17
wurde die Bergrettung Ortsstelle St. Gilgen alarmiert. Zwei etwa 35jährige Skitourengeher aus Ried in Oberösterreich hatten sich bei ihrer Abfahrt vom Zwölferhorn/Pillstein im unzugänglichen Stubnergraben verfahren. Aufgrund von unkorrekten Ortsangaben durch fehlende Ortskenntnis bzw. fehlendem Handyempfang dauerte die Suche und anschließende Bergung bis in den frühen Morgen. „Ein Trupp suchte von unten, wo ein Wasserfall den Weiterweg versperrte, der zweite Trupp startete die Suche von oben“, so Einsatzleiter Sepp Edlinger. „Auch der Funkkontakt zwischen den Bergrettern war teilweise nicht möglich“.

Die beiden Tourengeher konnten unverletzt mittels Mannschaftszug mit einem 120 Meter Seil aus dem felsdurchsetzten, lawinengefährdeten bis zu 60 Grad steilen Graben befreit werden.

Der Einsatz konnte nach über sechs Stunden um 2:40 beendet werden. Im Einsatz waren acht Bergretter der Ortsstelle St. Gilgen.

Tourengeher nach Sturz vom Zwölferhorn geborgen
Sonntag 21.3., 12:18 - 14:30
Ein 57-jähriger Oberösterreicher aus Ried im Innkreis verletzte sich bei der Abfahrt vom Zwölferhorn auf etwa 1.042 Meter Höhe bei einem Sturz am rechten Knie. Da der Notarzthubschrauber bereits durch einen weiteren Einsatz nicht verfügbar war, wurde die Bergrettung St. Gilgen alarmiert. Der Skitourengeher wurde nach Versorgung durch den Bergrettungsarzt von den Bergrettern mit dem Akja ins Tal abtransportiert und dem Roten Kreuz übergeben. Im Einsatz waren 6 Bergretter.

Tourengeherin bei Abfahrt vom Pillstein verletzt
Sonntag 21.3., 11:12
bis 14:40, Eine 57jährige aus Oberösterreich verletzte sich beim Tourengehen auf dem Pillstein bei der Abfahrt schwer und erlitt einen Wadenbeinbruch. Die Bergrettung Ortsstelle St. Gilgen wurde alarmiert und blieb bis 14:40 in Bereitschaft. Das Wetter erlaubte eine Bergung  mittels Tau durch den Rettungshubschrauber.

Skitourengeherin bei Abfahrt vom Zwölferhorn verletzt
Freitag 19.3., 10:52 bis 14:18
Eine 53jährige Skitourengeherin aus Oberösterreich verletzte sich bei der Abfahrt vom Zwölferhorn kurz unterhalb der Sausteigalm. Der Bergrettungsarzt untersuchte und versorgte die Verunfallte. Danach brachten Bergretter der Ortsstelle St. Gilgen die Verunfallte mit dem Akja ins Tal, wo sie dem Roten Kreuz übergeben wurde.

Der Einsatz konnte nach etwa drei Stunden beendet werden. Im Einsatz waren acht Bergretter der Ortsstelle St. Gilgen.

Fotos: Bergrettung St. Gilgen

113 Geborgene Personen
(2021 aktuell)
137 Einsätze
(2021 aktuell)
1430 aktive Einsatzkräfte
im Land Salzburg (2021 aktuell)