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Salzburg: Schwierige Bergung am Kühberg

Eine schwerverletzte Frau musste am Freitagnachmittag unter widrigsten Bedingungen aus einer Felswand geborgen werden. Die Salzburgerin war auf der Suche nach ihrem Hund auf dem Stadtberg über eine Felswand abgestürzt .

Freitagnachmittag (29.1.), kurz vor 15 Uhr, wurde die Ortsstelle Salzburg alarmiert: Eine 54-jährige Salzburgerin sei am Kühberg zu bergen, das Polizeihubschrauberteam der Libelle konnte die Frau von der Luft aus sichten und die Punktkoordinaten waren zur Bergung an den Einsatzleiter der Bergrettung weitergegeben worden.

„Was sich zuerst als vielleicht normaler Bergeeinsatz für eine Spaziergängerin darstellte, wurde jedoch zu einer fordernden Situation“, so Ortsstellen- und Einsatzleiter Jens Reindl. Es zeigte sich nämlich erst während des Einsatzes, dass die Frau bei der Suche nach ihren Hund über eine Felswand abgestürzt war. „Die Spaziergängerin war für uns zunächst auch nicht am Telefon erreichbar.“ Aufgrund schwieriger Windverhältnisse war eine Bergung durch ein Hubschrauberteam zuerst ebenfalls nicht möglich.

Eine Polizeihundeführerin war beim Eintreffen der Bergretter bereits zu der Schwerverletzten in das abschüssige und felsige Gelände aufgestiegen und übernahm die Erstversorgung vor Ort. „Wir haben den angeforderten Notarzt seilgesichert zur Verletzten gebracht.“ 

Die schwerverletzte Frau war teilweise nicht ansprechbar und der Notarzt alarmierte nochmals einen Rettungshubschrauber zur Bergung. Ein C6-Hubschrauberteam konnte eine kurzfristige, leichte Besserung der Windsituation nützen und die Salzburgerin mittels Taubergung schließlich aus dem bewaldeten Gelände unter schwierigsten Herausforderungen bergen.

Die elf Frauen und Männer der Bergrettung Salzburg sicherten die Polizistin und den Notarzt bei ihrem Abstieg aus der Felswand. Der Einsatz wurde erst bei Dunkelheit beendet.

Der Hund der schwerverletzten Frau tauchte übrigens von alleine wieder auf – andere Wanderer wurden auf ihn aufmerksam.

 

Bilder: Bergrettung Salzburg – die Einsatzkräfte mussten aufgrund der äußerst fordernden Bedingungen auf das Tragen eines Mund-Nasenschutzes verzichten.
 

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