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Leogang: Ziegenbock aus Kletterroute geborgen

Bergretter aus Leogang bargen einen Ziegenbock aus einer Felswand. Er hatte sich dorthin verirrt und wurde bereits den ganzen Sommer über beobachtet. Sogar eine neue Kletterroute benannte man nach ihm.

Albert Herzog, stellvertretender Ausbildungsleiter der Bergrettung Salzburg bei der Bergung. Der Ziegenbock dürfte zu ihm sofort Vertrauen gefasst haben.

„Der Ziegenbock – wir haben ihn Burli getauft – befand sich bereits seit Mitte Juni auf der Nordseite der Mitterspitze in Leogang“, so Hans Embacher, der Ortsstellenleiter der Bergrettung Leogang. Er graste dort in einem schmalen Grasband inmitten einer Felswand, welches nur im zweiten bzw. dritten Schwierigkeitsgrad über einen Zugang durch einen etwa fünf Meter hohen „Kamin“ erreichbar ist.

Der Ziegenbock dürfte vermutlich Gämsen nachgelaufen sein und diesen Abstieg nicht mehr gefunden haben.

„Er hielt sich dort oben den ganzen Sommer über allein auf. Alle Besucher des Leoganger Klettersteiges Nord und der Passauer Hütte, die sich in seiner Sichtweite befanden, konnten das Tier bewundern.“

Sogar eine Kletterroute, die „Schwarze Goass“, die erst im September fertiggestellt wurde, benannte man nach ihm (siehe Topo links unten).

„Einige Bergsteiger versuchten ihn in den vergangenen Wochen zu bergen, was aber nie gelang. Nachdem der Eigentümer bei uns nachfragte, stiegen drei Leoganger Bergretter bei eisigen Verhältnissen auf und konnten den Bock einfangen. Wir haben ihn über den Einstiegskamin abgeseilt und brachten ihn ins Tal, wo der Bauer Burli dankend in Empfang nahm.“

 

Fotos: Bergrettung Leogang

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