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Krimml: Schwierige Bergung auf 2600 Metern

Bergretter aus Krimml wurde Dienstagmittag alarmiert: Eine 60-jährige Deutsche hatte sich im Bereich der Rainbachscharte (Zillertaler Alpen) schwer verletzt. Durch die Unterstützung eines Polizeihubschrauberteams aus Salzburg konnte der Einsatz extrem verkürzt werden.

Foto Archiv @ Bergrettung Salzburg

Ein Rettungshubschrauberteam hatte bereits mittags einen Anflug zur Verletzten auf gut 2600 Metern Höhe riskiert, musste jedoch aufgrund der extremen Wetterverhältnisse – es herrschte Föhnsturm und später schlechte Sicht und Regen - abbrechen. 13 Krimmler Bergretter machten sich daher über das Wildgerlostal in Richtung Zittauerhütte zum Unfallort auf: „Wir haben diesen Anstieg gewählt, da wir vom Krimmler Achental aus noch länger zur Verletzten gebraucht hätten“, sagt der stellvertretende Pinzgauer Bezirksleiter Franz Gensbichler.

Der Wirt der Zittauer Hütte – ein Bergretter der Ortsstelle Krimml – machte sich ebenso zeitgleich in Richtung des Unfallortes bei der Rainbachscharte auf.

Zur Einsatzunterstützung wurde auch ein Polizeihubschrauberteam aus Salzburg angefordert. Das Team der Libelle konnte eine kurzfristige Wetterbesserung nützen und flog trotz schwieriger Bedingungen auf 2600 Metern Höhe. Captain Alfred Pritz sowie Polizeibergführer und Flugretter Manfred Nagl verzichteten aus Sicherheitsgründen auf eine Taubergung. Weil der Föhn die Luft im Kammbereich bei der Reinbachscharte so aufpeitschte, dass ein Schwebeflug nahezu unmöglich wurde. So landete Pritz seinen Spezialhubschrauber des Typs Ecureuil H125 (AS 350 B3e) etwa 30 Höhenmeter unter dem Grat auf Salzburger Seite und nutzte den Windschatten des Kammes.

Der Flugretter konnte gemeinsam mit dem Hüttenwirt und Begleitern der Verunglückten die Verletzte bis zum Hubschrauberstandort transportieren. Die Deutsche wurde vom Team der Polizei ins Unfallkrankenhaus nach Salzburg geflogen. „Diese Unterstützung durch die Polizei hat nicht nur eine langwierige und aufwändige Bergung unserer Mannschaft um vier bis fünf Stunden verkürzt. Sie hat auch der Verletzten enorm geholfen, denn eine möglichst rasche medizinische Versorgung ist entscheidend für den weiteren Heilungsverlauf“, bedankt sich Gensbichler für die Unterstützung.
 

Im Einsatz standen neben den Hubschrauberteams und Bergrettern auch zwei AEG-Polizisten aus dem Pinzgau.

 

Fotos: Alpinpolizei

 

 

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