Letzte Lawinenübung am Tauern

05.04.24 Ausbildungen

Die Bergrettungshundestaffel trainierte zum Abschluss der Wintersaison noch in Obertauern.

Markante Erwärmung: Erhebliches Nass- und Gleitschneeproblem bereits am späteren Vormittag – solche Lawinenlageberichte vermitteln den Hundeführern der Bergrettung, dass die Wintersaison keinesfalls abgeschlossen ist. Unser Ausbildungsleiter Christian Binggl lud daher zur Lawinenübung am Tauern. Mit den jüngeren Hunden wurde die sichere Anzeige trainiert und unsere „älteren“ Teams bekamen realistische Bedingungen zu trainieren.

Herzlichen Dank auch an Michael Koch (Bergbahnen Obertauern), der uns gemeinsam mit Christian Binggl dieses Übungsfeld vorbereitet hat!

Wir hatte heuer bislang erfreulicherweise KEINE LAWINENTOTEN: Aktueller Lawinenlagebericht (siehe lawine.salzburg.at): Mit der Erwärmung und der Sonneneinstrahlung sind am Samstag spontane Nass- und Gleitschneelawinen zu erwarten. Sie werden meist mittelgroß, vereinzelt können sie auch groß werden. Die Lawinenaktivität nimmt vor allem an süd- und ostexponierten Hängen unter 2400 m bereits am späteren Vormittag rasch zu. Im Tagesverlauf breitet sich die Lawinenaktivität auf alle Expositionen aus. Dabei sind im Südsektor bis zum Nachmittag alle Höhenlagen betroffen, Nordhänge unterhalb von rund 2400 m und Ost- und Westhängen unterhalb von rund 2800 m. Vor allem aus schneearmen, felsdurchsetzten Bereichen und an Felswandfüßen sind sehr vereinzelt auch nasse Schneebrettlawinen möglich. Lawinen können vereinzelt bis ins Grüne vorstoßen.
Bei Skitouren und Variantenabfahrten ist auf eine gute Zeiteinteilung zu achten.
Die teils mächtigen Wechten verlieren durch die Durchfeuchtung an Festigkeit und es kommt im Tagesverlauf vermehrt zu Wechtenbrüchen.


Bilder: Riedler