Bergrettung St. Gilgen: Einsatzübung mit der Höhlenrettung Salzburg

18.04.26 Ausbildungen

Übungsannahme war eine schwer verletzte Person in einer Höhle in steilem Gelände.

Am Samstag, dem 18. April, fand im Gemeindegebiet von St. Gilgen eine gemeinsame Übung der Bergrettung St. Gilgen und der Höhlenrettung Salzburg statt. Übungsannahme war eine schwer verletzte Person in einer Höhle in steilem, unwegsamem Gelände.

Unmittelbar nach der Übungsalarmierung rückten erste Einsatzkräfte der Bergrettung St. Gilgen zum Übungsort aus. Ziel war es, so rasch wie möglich vom Bereich der Forststraße ein Seilgeländer durch das steile Gelände bis zum Höhleneingang zu errichten, um den sicheren und schnellen Zustieg für die nachrückenden Kräfte der Höhlenrettung zu gewährleisten.

100 Meter lange Rettungsstrecke in Höhle aufgebaut

Ab dem Höhleneingang übernahm die nachrückende Höhlenrettung Salzburg die Einsatzführung im unterirdischen Bereich. Dabei wurde eine rund 100 Meter lange Rettungsstrecke zur verunfallten Person aufgebaut. Diese führte durch ein anspruchsvolles Höhlensystem mit engen Passagen, Querungen, Schrägschächten sowie über einen unterirdischen See. Nach der Erstversorgung erfolgte der kräfteintensive Abtransport der verletzten Person aus der Höhle.

Am Höhlenausgang wurde die Person an die Bergrettung übergeben, welche in der Zwischenzeit die Rettungsstrecke zurück zur Forststraße vorbereitet hatte. Der anschließende Abtransport erfolgte mittels aufwendiger Seiltechnik: Zunächst wurde die verletzte Person mithilfe einer ersten Mannschaftsseilrolle durch steiles Gelände auf eine erhöhte Position oberhalb der Höhle gebracht. Von dort wurde sie in ein Bachbett abgelassen, bevor ein zweites Bergeteam auf der gegenüberliegenden Seite die verletzte Person gemeinsam mit zwei Rettern über eine weitere Mannschaftsseilrolle rund 80 Meter durch steiles Gelände zur Forststraße und zu den Einsatzfahrzeugen hochzog.

Zusammenarbeit der Einsatzorganisationen intensiviert

Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit zwischen den Einsatzorganisationen weiter zu intensivieren, Funkabläufe zu erproben sowie das gegenseitige Verständnis für Taktiken, Techniken und Abläufe zu stärken.

Insgesamt standen 15 Bergretter der Ortsstelle St. Gilgen mit drei Fahrzeugen sowie 18 Höhlenretter aus Salzburg und weiteren Bundesländern mit zwei Fahrzeugen im Einsatz.

Nach mehreren Stunden intensiven Trainings konnte die Übung erfolgreich und für diese Einsatzlage in sehr kurzer Zeit abgeschlossen werden.

Ein besonderer Dank gilt allen beteiligten Einsatzkräften für die professionelle Zusammenarbeit und das große Engagement. Solche Übungen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit und Einsatzbereitschaft im alpinen Gelände.

Bericht: Bergrettung St. Gilgen

Fotos: Bergrettung St. Gilgen/Höhlenrettung Salzburg