Sportgastein: Snowboardfahrer von Lawine verschüttet
Der Mann wurde von seinem Kameraden und Bergrettern ausgegraben. Er war ansprechbar.
Die Bergrettung Bad Gastein wurde um 13.46 Uhr alarmiert. Die Person wurde in Sportgastein auf der Nordflanke des Kreuzkogels (Bereich Thomaseck) im freien, alpinen Gelände von der Lawine komplett verschüttet. 18 Bergrettungskräfte der Ortsstelle Bad Gastein, zwei Teams der Bergrettungshundestaffel, ein Hundeführer aus Dorfgastein und ein Hundeführer aus Bad Hofgastein und der Rettungshubschrauber Martin 1 rückten zum Einsatz aus. Auch acht Alpinpolizisten, die in Sportgastein eine Übung durchführten, und das Team des Polizeihubschraubers Libelle Oskar unterstützten die Rettungsaktion.
Der Snowboardfahrer wurde von seinem Begleiter, ebenfalls ein Snowboardfahrer, per Lawinenverschüttetensuchgerät in sieben Minuten geortet, schildert der Einsatzleiter der Bergrettung Bad Gastein, Peter Toferer. Der Begleiter hatte einen Notruf abgesetzt und nach der Ortung des Verschütteten sofort mit dem Ausgraben begonnen. Als die Besatzung des Rettungshubschraubers mit einem Bergretter eintraf, hatte der Begleiter bereits den Kopf seines Kameraden freigeschaufelt. Weitere Rettungskräfte trafen ein und beteiligten sich an der Bergung des Mannes.
Verunfallte war ansprechbar
Der Verunfallte, der ansprechbar war, wurde an einem Tau vom Rettungshubschrauber Martin 1 ins Tal geflogen und nach einer Zwischenlandung auf einem Sportplatz in ein Krankenhaus gebracht. Der Polizeihubschrauber flog den unverletzt gebliebenen Begleiter ins Tal.
Die Lawine wurde von den Snowboardfahrern in der Nähe der sogenannten „Eisenbahnerhütte“ auf einem Nordhang ausgelöst. „Der Mann wurde eineinhalb Meter tief verschüttet“, erklärt der Bad Gasteiner Bergretter und Bezirksleiter der Bergrettung Pongau, Gerhard Kremser. „Die Nassschnee-Lawine war rund 150 Meter breit und rund 200 Meter lang. Der Anriss ist über einen Meter hoch.“
Große Überlebenschance nach Lawinenabgang: die Kameradenrettung
Dieser Vorfall habe gezeigt, wie wichtig die Kameradenrettung ist, betonte Kremser. Der Mann habe großes Glück gehabt, bei einer Vollverschüttung, eineinhalb Meter tief, rasch gerettet zu werden. Sein Begleiter habe den Kopf und den Oberkörper schon freischaufeln können, als die Retter eintrafen.
Laut dem Salzburger Lawinenwarndienst stieg im Tagesverlauf die Auslösebereitschaft von nassen Lawinen in der Goldberggruppe Mitte unterhalb von 2.500 Meter Seehöhe im Tagesverlauf rasch an. Ab zirka Mittag war die Lawinengefahr erheblich (Stufe drei auf der fünfstufigen Skala.)
Fotos: Bergrettung Bad Gastein






















