Saalfelden: Nächtlicher Sucheinsatz nach vermisstem Bergsteiger
49-jähriger Tscheche auf Wanderung zum Breithorn tödlich abgestürzt.
Zu einem nächtlichen Sucheinsatz sind Bergrettungskräfte der Ortsstelle Saalfelden am Abend des 31. Dezember ins Steinerne Meer ausgerückt. Ein 49-jähriger Tscheche, der nach Angaben seiner Frau auf das Breithorn (2.504 Meter Seehöhe) gehen wollte und sich dann am Handy nicht mehr gemeldet hatte, wurde um zirka 20.30 Uhr von Bergrettern auf 1.658 Meter Seehöhe rund 100 Meter unterhalb eines Steiges tot aufgefunden.
Die Ehefrau des Bergsteigers verständigte die Rettungskräfte, weil er nicht nach Hause zurückgekehrt war. Den letzten Kontakt zu ihrem Mann am Handy hatte sie um 11.16 Uhr. Die Bergrettungsortstelle Saalfelden wurde um ca 18.05 Uhr alarmiert.
16 Mitglieder der Bergrettung Saalfelden gingen in den Einsatz, ein Teil davon stieg in der Dunkelheit zu Fuß auf, zwei Bergretter flogen mit dem Polizeihubschrauber in Richtung Riemannshaus, um das Gebiet von der Luft aus abzusuchen.
Durch die Handyortung am Laptop der Frau war die ungefähre Richtung des Suchbereichs vorgegeben. Die Bergretter, die zu Fuß aufgestiegen waren, konnten Schuhspuren im Schnee finden, die schließlich zur Absturzstelle führten, schilderte der Einsatzleiter der Bergrettung, Josef Schild. Der Vermisste wurde ca 110 Meter in Falllinie unterhalb eines Steiges in unwegsamem, felsdurchsetztem Gelände entdeckt. Bergretter seilten sich zu dem leblosen Mann ab. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Der Einsatz – unterstützt von der Flugpolizei Libelle Flir, Alpinpolizei, Rettungshubschrauber Martin 1 und der Bezirkshauptmannschaft Zell am See – wurde um ca 22.40 Uhr beendet.
Fotos. Bergrettung Saalfelden





















