Bad Hofgastein: Vermisster Italiener verbrachte Nacht im Freien

30.09.26 Einsätze

Mittwochvormittags wurde die Bergrettung Bad Hofgastein, Bad Gastein und die Hundestaffel von der Polizei zur Suche eines vermissten Italieners alarmiert. Der 42-Jährige verbrachte schwerverletzt eine Nacht im Absturzgelände und wurde Mittwochmittag von der Bergrettung gefunden.

Der 42-jährige Italiener war bereits am Dienstagnachmittag gegen 15 Uhr zu einer Wanderung aufgebrochen und am Mittwochmorgen von seiner Unterkunft in Bad Hofgastein als vermisst gemeldet worden. „Es gab allerdings keinerlei Hinweise, wohin der Mann gehen wollte“, sagt Roman Brandstetter, Einsatzleiter der Bergrettung Bad Hofgastein, „bekannt war nur, dass er sich bei der Rezeption nach Wanderwegen mit Wasserfällen erkundigt hatte.“

Aufgrund des großen Einsatzgebietes wurde auch die Ortsstelle Bad Gastein, drei Stöber- und drei Mantrailhunde-Teams alarmiert. Gegen 12:30 Uhr hörte ein Suchteam der Bergrettung Bad Hofgastein Hilferufe aus einem völlig unzugängigen Gebiet in der Gadauner Schlucht. Die Hundeteams der Bergrettung konnten die Spur des Vermissten von der Unterkunft weg aufnehmen und waren mittlerweile ebenfalls im Nahbereich des Vermissten. „Der Mann befand sich im Absturzgelände, nur rund zwei Meter oberhalb des Wasserfalls“, so Brandstetter. Die Bergung des Schwerverletzten stellte sich als fordernd heraus. Bergretter unterstützten schließlich mittels Seilbergung das Rettungshubschrauberteam von Martin 1. Der Verletzte wurde ins Klinikum Schwarzach geflogen und der Einsatz um 15 Uhr beendet.

Neben 36 Bergrettern aus Bad Hofgastein und Bad Gastein waren fünf Hundeführer der Bergrettung, ein Vermisstenhunde-Team, Polizei, Alpinpolizei, Hubschrauberteam der Libelle Salzburg, Rettungshubschrauber Martin 1, ein Drohnenteam Polizei und Freiwillige Feuerwehr Bad Hofgastein im Einsatz.

 

Fotos: Bergrettung Bad Hofgastein und Bergrettungshunde