Einsatz Bergrettung Hallein: Drei Dänen am Hohen Göll in Bergnot geraten
Sie setzten am Freitagabend bei Regen und Gewitter einen Notruf ab.
Fordernder nächtlicher Einsatz der Bergrettung Hallein
Drei schlecht ausgerüstete Dänen im Alter zwischen 30 und 40 Jahren sind am Freitagabend bei der Besteigung des Hohen Göll (2.522 Meter Seehöhe) bei starkem Regen und Gewitter beim Ausstieg Schustersteig in Bergnot geraten. Sie wollten eigentlich vom Kehlsteinhaus eine etwa zweistündige Runde gehen, sind dann aber über den Mandlgrat in Richtung des Gipfels des Hohen Göll gestiegen und haben fast den Gipfel erreicht, als sie einen Notruf absetzten. „Sie waren erschöpft und unterkühlt, sie sind nicht mehr weitergekommen“, schildert Ortsstellenleiter Christian Schartner.
Um 18.54 Uhr wurde die Bergrettung Hallein alarmiert. 20 Bergrettungskräfte der Ortsstelle Hallein stiegen bei dem schlechten Wetter zu den Bergsteigern auf und versorgten sie mit Wärme, bevor sie in der Nacht mit ihnen zum Purtschellerhaus abstiegen. „Sie waren schlecht ausgerüstet, trugen ‚Wanderpatscherl‘, waren komplett nass, hatten keine Reservewäsche und nichts zu essen mit. Sie sind solche Touren nicht gewohnt gewesen“, erklärt Schartner. Die Bergrettungskräfte sicherten die schwierigen Stellen, die nicht mit einem Stahlseil versichert waren, mit Seilen und führten die drei am kurzen Seil den klettersteigähnlichen Steig hinunter zum Purtschellerhaus.
„Es war ein fordernder Einsatz für uns alle“, sagte der Ortsstellenleiter. Und Landesleiter-Stellvertreter Wolfgang Gadermayr, der Bergrettungsmitglied der Ortsstelle Hallein ist, ergänzte: „Aufgrund der Übermittlung der exakten Koordinaten des Standortes der in Bergnot geratenen Touristen konnten diese rasch aufgefunden werden. Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen mit Regen, Wind und Nebel war eine Hubschrauberunterstützung nicht möglich.“
Der Einsatz endete am Samstag um 3.00 Uhr.
Fotos: Bergrettung Hallein























