Bezirksübung Bergrettung Ost

Im Rahmen einer Bezirksübung der Bergrettung Ost in Wagrain trainierten die Ortsstellen Wagrain, Radstadt, Altenmarkt, Kleinarl, Flachau und Filzmoos gemeinsam den Ernstfall. Nach einer organisatorischen Abstimmung im Zuge der OL-Sitzung sowie der verpflichtenden Anmeldung über moPS wurde folgende Einsatzlage angenommen:

Eine Wandergruppe war seit dem Vorabend nach einem Gewitter im Gelände eingeschlossen. Am darauffolgenden Vormittag setzte ein Notruf ab, woraufhin die Ortsstelle Wagrain den Einsatz startete und zusätzliche Kräfte anforderte.

Im Einsatzgebiet mussten insgesamt vier verletzte Personen lokalisiert und versorgt werden. Die Gruppen wurden von ortskundigen Einsatzkräften aus Wagrain geführt, wodurch eine effiziente Orientierung im Gelände sowie eine klare Kommunikation – insbesondere bei regionalen Gebietsbezeichnungen – sichergestellt werden konnte. Der Gruppenleiter übernahm dabei die zentrale Führungsrolle vor Ort.

Im Fokus der Übung standen die Sicherheit aller Beteiligten, die korrekte Durchführung der Ersten Hilfe sowie der strukturierte Abtransport der Verletzten bis zu einem befahrbaren Weg. Besonderer Wert wurde darauf gelegt, sämtliche Bergetechniken strikt nach den geltenden Richtlinien anzuwenden. Ziel war ein einheitliches Vorgehen aller Einsatzkräfte entlang der Führungskette von Einsatzleitung über Bezirksorganisation bis hin zur Ortsstelle und den einzelnen Bergrettern.

Nach dem Eintreffen im Einsatzgebiet erfolgte eine Lageeinschätzung mit entsprechender Rückmeldung über moPS inklusive Lagefoto. Ergänzend wurde im Rahmen der Übung auch die Funkkommunikation geschult, wobei besonderer Fokus auf korrekte Funksprache gelegt wurde. Zudem kam das Koordinatensystem W3W zum Einsatz, um Positionsangaben eindeutig und einfach zu übermitteln.

Die eingesetzten Gruppen arbeiteten mit standardisierter Ausrüstung, bestehend aus einem 100-Meter-Seil inklusive Redundanz, UT, Vakuummatratze, gegebenenfalls einem Helm für Verletzte sowie mindestens zwei Funkgeräten.

Die angenommenen Verletzungen umfassten unterschiedliche Szenarien, darunter allgemeine Schmerzen, neurologische Auffälligkeiten wie Krämpfe und Lähmungserscheinungen, Bewusstlosigkeit sowie eine eingeschränkte Belastbarkeit eines Beines. Konkret wurden eine Platzwunde an der Stirn, eine Schürfwunde am Unterarm sowie ein Bänderriss im Bereich des linken Knies bzw. Sprunggelenks versorgt.

Die Übung stärkte Abläufe, Zusammenarbeit und einheitliches Vorgehen im Einsatz.