Lungau: Lawineneinsatz Schilchernock

08.03.26 Einsätze

Die Bergrettungsortsstellen Tamsweg und Mauterndorf wurden zu einem Lawineneinsatz im Bereich des Schilchernocks (Nockberge, Lungau) alarmiert. Niemand wurde verschüttet.

Sonntagmittag ging bei der Bergrettungsortsstelle Tamsweg der Alarm ein: Skitourengeher hatten im Bereich des Schilchernocks einen größeren Lawinenabgang bemerkt. „Die Tourengeher konnten immer wieder Signale mit ihrem Lawinenverschütteten-Gerät (LVS) empfangen. Auf dem Schneebrett lag dazu eine Skibrille“, sagt der Einsatzleiter der Bergrettungsortsstelle Tamsweg, Bernhard Steiner. Zwei Bergretter, die in diesem Gebiet unterwegs waren, machten sich rasch zum Lawinenkegel auf: „Wir haben immer wieder Signale bekommen, auch bei unserem Recco-Gerät. Daher alarmierten wir zusätzlich auch die Ortsstelle Mauterndorf und einen Bergrettungshundeführer. Auch der Hund schlug an einer Stelle an, die in Folge sondiert wurde.“

In dem etwa 200-250 Meter breiten Lawinenkegel mit einer Länge von rund 80 Metern wurden auch Einfahrtsspuren entdeckt. 22 Bergretter sondierten die Lawine, „denn immer wieder traten Störsignale auf.“

Störsignale und Sonnenbrille lösten Großeinsatz aus

Die Lawine dürfte sich bereits am späten Samstagnachmittag im steilen Nordhang auf rund 2100 Metern gelöst haben. Es wurden keine Vermissten gemeldet und es gibt auch keine Vermisstenanzeige. „Ein Bergretter entdeckte Spuren, die wieder aus dem Lawinenkegelbereich hinaus führten.“
Im Einsatz standen neben den Bergrettern samt Hundeführer auch ein Rettungshubschrauberteam (RK1), das Polizeihubschrauberteam Libelle, Alpinpolizei und die Freiwillige Feuerwehr Ramingstein. Der Einsatz konnte um 15.30 Uhr beendet werden.

Fotos: BR Tamsweg/Steiner

Auch an diesem Wochenende gab es sowohl am Samstag als auch am Sonntag immer wieder Meldungen zu Lawinenabgängen; alle waren jedoch Negativmeldungen bzw. nach kurzem Check konnte Entwarnung gegeben werden.