Große Suchaktion nach Lawinenabgang in Obertauern
25.02.26
Einsätze
Unterhalb der Plattenspitze ging abseits der gesicherten Pisten eine massive Lawine ab
Nach einem Lawinenabgang unterhalb der Plattenspitze (2.294 Meter Seehöhe) abseits der gesicherten Pisten in Obertauern auf Gemeindegebiet von Tweng wurde Mittwochnachmittag eine großangelegte Suchaktion gestartet, da keine Informationen darüber vorlagen, ob Personen verschüttet worden sind. Gegen Abend stellte sich heraus, dass keine Personen zu Schaden gekommen sind.
Eine Person hatte den Lawinenabgang von der Hundskogelbahn beobachtet, aber nicht erkennen können, ob jemand von den Schneemassen erfasst worden ist. Der Augenzeuge setzte einen Notruf ab. Zunächst wurde die Bergrettung Obertauern um 14.24 Uhr alarmiert. Aufgrund der massiven Lawine und der unklaren Situation wurde Bezirksalarm Lungau ausgelöst und damit die Lungauer Bergrettungsortssellen Mauterndorf, Tamsweg, Muhr und Zederhaus ebenfalls alarmiert.
Rund 150 Einsatzkräfte beteiligten sich an der Suche nach Verschütteten
„Der Lawinenkegel ist etwa 200 Meter breit und 80 bis 100 Meter lang“, schildert der Einsatzleiter der Bergrettung Obertauern, Christian Binggl, der auch Hundeführer ist. Insgesamt beteiligten sich 120 bis 150 Einsatzkräfte an der Suchaktion, darunter 50 bis 60 Frauen und Männer der Bergrettung, fünf Hundeführer, Liftmitarbeiter, Skilehrer von Skischulen in Obertauern, die Notarzthubschrauber Martin 1 und Martin 10 sowie der Polizeihubschrauber Libelle Oskar der Flugeinsatzstelle Salzburg.
Aufgrund der Größe der Lawine und der Geländeform gab es zwischen 25 und 30 Staubereiche mit Stauhöhen bis zu drei Meter, die alle abgesucht werden mussten. Zur Anwendung kamen dabei auch Lawinenverschüttetensuchgeräte (LVS) und das Ortungssystem Recco. Der Hang wurde tagsüber von Variantenfahrer befahren, deshalb konnte nicht ausgeschlossen werden, dass Personen von der Lawine erfasst bzw. verschüttet wurden.
Nachdem der Lawinenkegel auch sondiert worden ist und niemand gefunden wurde, konnten die Einsatzkräfte davon ausgehen, dass sich keine Personen in dem Lawinenkegel befinden. Die Suche wurde um etwa 18 Uhr beendet. Einsatzende wurde um 18.34 Uhr gegeben.
Nachdem der Lawinenkegel auch sondiert worden ist und niemand gefunden wurde, konnten die Einsatzkräfte davon ausgehen, dass sich keine Personen in dem Lawinenkegel befinden. Die Suche wurde um etwa 18 Uhr beendet. Einsatzende wurde um 18.34 Uhr gegeben.
Fotos: Bergrettung Obertauern und Mauterndorf































