St. Johann: Sucheinsatz nach Variantenfahrer am Gernkogel
Die Bergrettung St. Johann (Pg.) wurde am späten Dienstagnachmittag zu einer Suchaktion nach einem vermissten Variantenfahrer alarmiert. Der Einheimische konnte nur mehr tot aufgefunden werden.
„Die Polizei informierte uns darüber, dass der 32-Jährige von seiner Freundin abgängig gemeldet worden sei“, sagt der St. Johanner Ortsstellenleiter und Einsatzleiter, Martin Stifter. St. Johanner Bergretter, Alpinpolizei, Hundeführer der Bergrettung, Freiwillige Feuerwehr (samt drei Drohnen) und Mitarbeiter der Bergbahnen St. Johann machten sich im Bereich des Gernkogels auf die Suche nach dem Variantenfahrer.
„Laut Liftbetreiber wurde sein Skiticket zuletzt gegen 10.30 Uhr bei der Straßalmbahn verwendet. Wir fuhren mit der Gondel auf, teilten die Mannschaft in Teams und durchsuchten mittels Skidoos das weitläufige Gelände.“ Aufgrund der letzten bekannten Position konnte das Suchgebiet etwas eingeschränkt werden. „Wegen der angespannten Lawinensituation wurde auf ein Einfahren ins freie Gelände verzichtet. Wir konzentrierten uns auf den Pistenrand sowie auf angrenzende Bereiche. Dabei entdeckten wir drei Lawinenkegel, die durch die drei Hundeführer und mittels LVS-Geräte gecheckt wurden.“
Eine Handyortung der Polizei durch „Find my phone“ ergab schließlich die genaue Position des Verunglückten, weit abseits der Pisten. „Wir suchten auf der Nassschneelawine mittels LVS-Gerät nach dem Mann und konnten ihn finden.“ Der gut ausgerüstete Variantenfahrer dürfte durch die Lawine tödlich verletzt worden sein. Nachdem es sich allerdings um einen steilen und lawinengefährlichen Graben handelte, wurde die Bergung nach Absprache mit der Alpinpolizei auf Mittwochvormittag verschoben, der Einsatz um 20.20 Uhr beendet.
Im Einsatz standen neben Alpinpolizei und dem Libelle Team (Bergung am Mittwoch), 23 Männer und Frauen der Bergrettung St. Johann, drei Hundeführer der Bergrettung, Freiwillige Feuerwehr St. Johann samt drei Drohnenteams und dem Einsatzleiterfahrzeug und Mitarbeiter der Bergbahnen St. Johann.
Foto: Bergrettung St. Johann




















