NÄCHTLICHER EINSATZ: UNWETTER VERHINDERT RASCHE BERGUNG!

17.08.21 Einsätze

Sonntag abend kam es bei Starkregen und Gewitter zu einem Einsatz am Untersberg in Grödig. Ein 22-jähriger Rumäne konnte am Reitsteig wegen Krämpfen nicht mehr weiter und alarmierte die Bergrettung

Am Sonntag um 18:45 Uhr wurde die Bergrettung Grödig zu einem Einsatz am Reitsteig – Untersberg (1.972m) alarmiert. Ein 22-jähriger Wanderer mit Krämpfen konnte im Bereich der sogenannten Frauenwände nicht mehr weiter.

Hubschrauberbergung wegen Unwetter nicht möglich

„Wegen eines aufkommenden Unwetters konnte die Einsatzmannschaft nicht ausrücken. Zu diesem Zeitpunkt war eine Fahrt mit der Seilbahn oder gar ein Flug mit dem Hubschrauber nicht möglich. Die Gefährdung der Einsatzmannschaft durch Blitzeinschläge wäre ebenfalls zu groß gewesen“, weist Ortsstellenleiter Manfred Haas auf die Tatsache hin, dass auch für Bergretter Eigenschutz Priorität hat.

Der erschöpfte Mann erreichte trotz Unwetter und unter Schmerzen zwischenzeitlich das Zeppezauerhaus. Der Hüttenwirt informierte die Bergretter der Ortsstelle Grödig telefonisch über den sich rasch verschlechternden Gesamtzustand des 22-jährigen.

Als sich die Wetterlage kurz beruhigte, wurde die Einsatzmannschaft und Bergrettungärzte mit der Untersberg – Seilbahn zur Bergstation transportiert. Rasch stiegen die Bergrettungsmänner und -frauen zum Schutzhaus ab. Wegen der instabilen Wetterlage musste der Patient im Eiltempo versorgt werden.

Kurze Wetterbesserung ermöglichte Abtransport

Der Abtransport des Rumänen zur Bergstation erfolgte – unter ständiger Beobachtung des Gesundheitszustandes durch die Bergrettungsärzte – mit der Universaltrage. Im Tal angekommen zog bereits die nächste Unwetterfront mit Windspitzen bis zu 100km/h auf.

„Ab diesem Zeitpunkt wäre ein Fahren mit der Seilbahn nicht mehr möglich gewesen und eine rasche Bergung hätte nicht mehr stattfinden können“, weist Manfred Haas Bergfreunde auf die Notwendigkeit von Tourenplanung und Beachtung der Wettersituation und Unwetterwarnungen hin. Der bereits stabile Patient wurde der Rettung übergeben. Der Einsatz endete nach etwa vier Stunden um 22:45 Uhr.

Die Bergrettung bedankt sich sehr herzlich bei dem Team der Untersbergbahn für die Unterstützung,

Bericht: A. Schweiger
BIlder: M. Fuchsreiter