Vorgestellt: Anton Brandauer, Leiter Canyoning Nord, bis 2019

Wann und wo bist du geboren?          
Ich wurde am 16. September 1975 in Kuchl geboren.

Seit wann machst du Canyoning und warum?
Seit 2001 bin ich in Canyons im In- und Ausland (Slowenien, Italien, Schweiz) unterwegs. 
Die Faszination beim Canyoning liegt für mich vor allem am unbeschreiblichen Naturerlebnis. Man sieht glasklare, tief blaue oder grüne Wasserbecken, glatt geschliffene Felsformationen, seilt sich über hohe Wasserfälle ab, passiert bedrückende Engstellen und entdeckt dabei großteils unberührte Natur.

Seit wann bist du bei der Bergrettung?
Bei der Bergrettung Golling bin ich seit 11. Mai 2000. 

Warum bist du Bergretter geworden?
Mein Vater, selbst früher aktiver Bergretter, weckte in mir schon früh die Liebe zur Bergwelt. Unsere Freizeitaktivitäten waren also vor allem Bergsteigen, Klettern und Tourenschifahren. Natürlich wurde ich schon früh Mitglied des Kuchler Alpenvereins und machte als Jugendlicher dort auch die Jugendführerausbildung.
Nachdem ich also sehr viel im Bergland unterwegs war, ergab es sich fast zwangsläufig mich auch bei der Bergrettung zu betätigen.

Beruf: Fachlehrer an der HTL-Hallein (Tischlermeister)
Familie: verheiratet mit Monika, Tochter Theresa 7 Jahre, Sohn Martin 5 Jahre

Was gibt dir Motivation und Freude für Ehrenamt?
Mich motivieren immer wieder die sehr gute Kameradschaft bei der Bergrettung und das gute Gefühl bei der erfolgreichen Rettung einer in Not geratenen Person. 

Welche Menschen haben dich beeindruckt bzw. beeindrucken dich?
Zielstrebige, ehrliche Menschen, die sich freiwillig in den Dienst einer guten Sache stellen.

Was bringt dich zum Lachen?
Meine Kinder schaffen es immer wieder mich zum Lachen zu bringen.

Wo bist du am liebsten unterwegs?
In der heimischen Bergwelt und in Canyons der Schweiz (Tessin).

Was sind außerdem deine Hobbies?
Momentan bin ich fast ausschließlich in Canyons unterwegs. Sonst zählt das Fotografieren und das Wandern mit meiner Familie zu meinen Hobbys.

Dein schönster oder auch dein unangenehmster Moment bei der Bergrettung?
Mein unangenehmster Moment war für mich bisher die Todbergung eines guten Bekannten.
Gott sei Dank erlebt man auch wieder sehr schöne Momente, wenn zum Beispiel Gerettete ihrer Dankbarkeit Ausdruck verleihen.

Wo siehst du die Bergrettung in 20 Jahren?
Hoffentlich gibt es sie dann noch in freiwilliger Form! Ich würde mir für die Zukunft ein besseres Zusammenarbeiten der verschiedenen Rettungsorganisationen wünschen.

Wen würdest du mal am liebsten (natürlich unverletzt!) bergen?
Fällt mir niemand ein. Wenn jemand Hilfe braucht, bin ich froh, wenn ich helfen kann.

Anton Brandauer ist der äußerst engagierte Leiter der Canyoning-Gruppe Nord.