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Planung Skitour

Eine Skitour ins winterliche Gelände ist nur nach einer genauen und exakten Tourenplanung möglich.
Je intensiver man sich mit der Tour im Vorfeld auseinandersetzt, umso weniger Überraschungen gibt es dann, wenn man unterwegs ist.

Was zu einer richtigen Tourenplanung gehört, erfährst Du nachstehend:

Zu aller erst ist wichtig, die Dreierbeziehung „Ziel“ – „Wer kommt mit“ – „Wetter und Verhältnisse“ zu beleuchten:
Alle drei Dinge hängen voneinander ab. So ist nicht jedes Ziel mit jedem zu meistern und umgekehrt. Das Wetter und die Lawinenverhältnisse spielen natürlich auch eine tragende Rolle.

Wetter:
Die heutigen Möglichkeiten via Internet erleichtern diesen Punkt der Tourenplanung enorm. Ist man nicht „online“ kann man natürlich auch den Hüttenwirt fragen.

Lawinenlagebericht:
Auch hier spielt das Internet eine sehr große Rolle. Auf www.lawine.at hat man die Möglichkeit leicht und rasch den aktuellen Lagebericht abzufragen.
Natürlich ist es wichtig, diesen auch interpretieren zu können. Dazu bieten alpine Vereine oder staatlich geprüfte Berg- und Schiführer entsprechende Ausbildungen an.

Ziel:
Was für ein Ziel kann und will ich nach Prüfung der ersten beiden Faktoren erreichen.
Dazu benötige ich auch entsprechendes Kartenmaterial, um die Aufstiegs- und Abfahrtsroute planen zu können. Ganz entscheidend ist hier auch die Steilheit des Geländes in dem ich mich bewege, abhängig vom Lawinenlagebericht.
Um mich dann nicht vor Ort unter Druck zu setzen, plane ich auch gleich ein Alternativziel, damit ich auf unerwartete Verhältnisse vor Ort stressfrei reagieren kann.
Die neuralgischen Punkte sind mir dann schon bekannt.

Zeit:
Abhängig von der Tour, plane ich die Aufstiegs- und Abfahrtszeit mit ausreichend Reserve.
Vor allem beim Schitourenbergsteigen gilt: „Der frühe Vogel fängt den Wurm ...“

Personen:
Wichtig ist auch, wer dabei ist. Welches Können und Wissen haben meine Begleiter. Darauf muss ich auch mein Ziel und meine Route abstecken.

Ausrüstung:
Wenn das Tourenziel und die Personen festgelegt sind, sollte die von jedem Teilnehmer mitzuführende Ausrüstung kommuniziert werden. Jedenfalls ist ein eingeschaltetes LVS-Gerät (Lawinenverschütteten-Suchgerät) am Körper unter der obersten Bekleidungsschicht zu tragen, dessen Funktion vor der Tour überprüft wurde. in den Rucksack gehört die weitere Notfallausrüstung bestehend aus einer stabilen Metallschaufel - am Besten mit Räumfunktion-, einer stabilen, mindestens 2,4m langen Sonde, einem Biwaksack, Erste Hilfe Material sowie einem Mobiltelefon.

Zur richtigen Orientierung gehört auch eine Karte und eine Bussole sowie ein Höhenmesser.

Tipp: Ruhig mal ein LVS- Gerät als Reserve oder zumindest einen Satz Batterien zum Treffpunkt mitnehmen, dann kann man den nicht so gut vorbereiteten oder vergesslichen Kollegen mal schnell aushelfen.

 

Text: Wolfgang Rohrmoser
Ausbilder Bergrettung Salzburg, Ortsstellenleiter ÖBRD Rauris, Berg- und Skiführer
  
Fotos Skitouren: Sepp Schiefer

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im Land Salzburg