Canyoninggruppe und Loferer Bergretter üben gemeinsam

Am Dienstag, 9. Juni 2020, trafen sich die Mitglieder der Canyoninggruppen Nord und Süd sowie die Bergretter der Ortsstelle Lofer zu einer gemeinsamen Übung in Lofer.

Übungsannahme: Zwei Personen sind beim Aufstieg über den Wasserfallweg auf die Loferer Alm vom Weg zum nahen Wirmbach, mit seinen schönen Gumpen und Wasserfallstufen, abgestiegen um sich hier zu erfrischen. Dabei stürzt eine Person über eine Wasserfallstufe und beibt verletzt in der darunter befidlichen Gumpe liegen. Die zweite Person versucht zum abgestürzten Wanderer abzusteigen und Hilfe zu leisten. Dabei rutscht auch diese Person  auf dem glitschigen Terrain aus. Sie stürzt ebenso in das unterhalb liegende Wasserbecken ab und bleibt ebenfalls verletzt liegen - kann allerdings die Bergrettung Lofer alarmieren.

Die Loferer Bergretter rückten gemeinsam mit der alarmierten Canyoning-Gruppe Süd/Nord zum Einsatzort aus. Die Canyoninggruppe konnte dann die zwei verletzten Personen in Zusammenarbeit mit der Ortsstelle Lofer  via Seilrolle und Seilbahnsystem aus dem Wasserlauf rasch bergen, versorgen und abtransportieren.

Text: Ingo Gugl, Fotos: Heinz Leitinger und Bernd Schmuck

Wildwasserschwimmen will gelernt sein

Die aktuellen Lockerungen der Corona-Maßnahmen nutzte die Canyoning-Gruppe Nord gleich für einen weiteren Schulungstag. Am vergangenen Samstag, 6.6.20, wurde in der Saalach bei Lofer unter anderem das Wildwasserschwimmen trainiert. Die Fortbildung leitete Dion Adams (Raftguide und Canyoningführer) und sein Team vom Base Camp in Lofer.

Erstes Übungsszenario war die Bergung einer hilflosen Person, die auf einem Stein im Wildwasser saß. Dabei wurde besonderes Augenmerk auf die gefährliche Kehrwassersituation gelegt. Durch die Kraft der Hydrodynamik des Wassers kann bei anspruchsvollen Stellen viel Muskelkraft gespart werden. Weiters wurden die Bewältigung und die Überquerung von Hindernissen im Wasser geübt.

Die Gruppe hat sich mittags in der Jausenstation Vorderkaser gestärkt und übte am Nachmittag noch diverse Seiltechniken in der Vorderkaserklamm.

Text: Johann Steiner
Fotos © Canyoning-Gruppe Nord

Saisonbeginn für Canyoninggruppe Nord 2020

Kälte sind Canyoningretter ja gewöhnt. Und so stand dem heurigen Saisonbeginn der Canyoninggruppe Nord am 11. Mai nichts mehr im Weg. Eine zusätzliche Herausforderung war in diesem Jahr die Einhaltung der "Corona Regeln" und der hohe Wasserstand.

Die erste Übung 2020 Jahr fand beim Aubachfall im Gemeindegebiet von Abtenau (Voglau) statt. Unter der Einhaltung der aktuellen Corona Vorsichtsmaßnahmen wurde die Bergung einer verletzten Person aus dem Aubach trainiert.

Eine besondere Herausforderung war der hohe Wasserstand, welcher die Rettung überaus anspruchsvoll gestaltete. Der Abtransport der verletzten Person erfolgte zunächst über eine Abseilstelle parallel zum stark wasserführenden Wasserfall, danach ging es über das Bachbett bis zur Mündung in die Lammer. Zuletzt wurde mittels Seilsicherung noch die Lammer bis zu dem Standort überquert, wo der Patient im Einsatzfall der Rettung übergeben werden kann.

Fotos © Canyoning-Gruppe Nord

Gemeinsame Übung der Canyoning-Gruppe Süd mit der Ortsstelle Kaprun

Am vergangenen Freitag trainierte die Canyoning-Gruppe Süd gemeinsam mit den Kapruner Bergretter im Schluchtabschnitt beim Ghf. Kesselfall.
Übungsannahme war ein in den Schluchtabschnitt der Kapruner Ache beim Ghf. Kesselfall, abgestürzter Wanderer. Da der Verunglückte im Bachbett zu liegen kam, wurde dieser von der Canyoning Gruppe Süd, welche sich durch die Schlucht zum Verunfallten vorarbeiteten, erstversorgt. 
Über eine Schrägseilbahn wurde der Verunfallte mittels UT-2000 aus der Schlucht geborgen und von der Bergrettung Kaprun weiter abtransportiert. 
Einen herzliche Dank an alle Übungs-TeilnehmerInnen, und ein besonderer Dank an den Ausbildungsleiter der Ortsstelle Kaprun, für die perfekt vorbereitete Übung.

Bericht: Ingo Gugl, Bilder: Tom Etzer