Bezirksübung Winter 2020

Sieben Skitourengeher im Bereich Wandalm verschüttet

Diese Meldung stand am Beginn der am 25. Jänner im Einsatzgebiet der Ortsstelle Abtenau stattfindenden diesjährigen Winterübung des Bezirkes Tennengau. Um 13:15 Uhr informierte die Leitstelle Rotes Kreuz Salzburg die einsatzführende Ortsstelle Abtenau über das Übungsszenario:

„Von einer achtköpfigen Tourengruppe werden sieben Personen im Bereich Wandalm verschüttet. Die unverschüttete Person kann über Handy einen Notruf absetzen und dem Einsatzleiter der Ortsstelle Abtenau, Wallinger Martin, erste Informationen geben. Es gibt vom Melder keine genaue Angaben, wer oder ob überhaupt von den Verschütteten LVS-Geräte verwendet werden. Hubschrauberunterstützung ist wegen Schlechtwetter nicht möglich.“

Unterstützung erhielt die Bergrettung von je acht Einsatzkräften des Roten Kreuzes und der Freiwilligen Feuerwehr Abtenau sowie zwei Alpinpolizisten, zwei Personen der Besatzung des Einsatzleitfahrzeuges der Feuerwehr und dem Katastrophenreferenten der Bezirksbehörde Hallein.

Die Bergretter wurden mit Fahrzeugen der Feuerwehr Abtenau zum Ausgangspunkt Parkplatz Karalm geshuttelt. Anschließend erfolgte der Aufstieg der Bergretter mit Material über 400 Höhenmeter zum Übungsgebiet bei der Wandalm.

Alle konnten gerettet werden
Dort angekommen, konnten die Bergretter drei der Verschütteten mit LVS-Geräten rasch orten und ausgraben. Die restlichen vier „Opfer“ fand und barg die Sondiermannschaft der Bergrettung mit Unterstützung der Lawinensuchhunde. Anschließend erfolgte der Abtransport über anspruchsvolles, alpines Gelände ins Tal.

Dort hatten die Ehrenamtlichen des RK Abtenau bereits ein beheiztes Versorgungszelt aufgestellt. Sie übernahmen die Verletzten zur Weiterversorgung. Um 18:00 Uhr erreichten die letzten Einsatzkräfte das Tal und es konnte „Übungsende“ ausgerufen werden. Bezirksleiter Werner Quehenberger und Stellvertreter Wolfgang Gadermaier zeigten sich mit dem Übungsablauf sehr zufrieden.

„Der Ausbildungsstand der Bergrettung im Tennengau ist sehr hoch. Die organisationsübergreifende Zusammenarbeit mit den unterstützenden Einsatzorganisationen läuft hervorragend. Der neue Digitalfunk funktioniert einwandfrei und gewährleistet eine sichere Kommunikation zwischen den Einsatzorganisationen“, zog Bezirksleiter Werner Quehenberger wichtige Erkenntnisse für kommende reale Einsätze.

Es waren 85 Bergretter der Ortsstellen Abtenau, Annaberg, Golling und Hallein rund fünf Stunden bei der Bezirksübung im Einsatz.

Bericht: Quehenberger
Bilder: Bergrettung

Bezirksübung Winter 2015

Realitätsnahe Lawineneinsatzübung der Tennengauer Bergrettung

In der Aualm - im Einsatzgebiet der Ortstelle Annaberg - wurde kürzlich die heurige Bezirksübung abgehalten. Die Planung und Vorbereitung wurden von Tennengauer Bezirksleiter der Bergrettung, Wilfried Seidl und von seinem Stellvertreter, Werner Quehenberger, durchgeführt.

Ziel der Übung war es, die Alarmierungskette zu überprüfen sowie die Kooperation mit den unterstützenden Rettungsorganisationen, der Alpinpolizei  und der Bezirksverwaltungsbehörde zu stärken. Angenommen wurde ein Lawinenabgang mit einer Mehrfachverschüttung im Skitourengelände.

Nachdem das Lawinenfeld entsprechend präpariert war - neben einigen  LVS- Geräten wurden auch zwei Mannlöcher zum Vergraben von Figuranten angelegt - wurde von einem „Beobachter“ die RK- Leitstelle über den Alpinnotruf  140 verständigt. Auf Grund der eingegangenen Informationen wurde unverzüglich der Bezirksalarm ausgelöst. Einsatzkräfte der vier Tennengauer Bergrettungs-Ortsstellen, der Alpinpolizei, der FF Annaberg, des RK Abtenau und der Katastrophenreferent der BH Hallein macht sich auf den Weg ins Einsatzgebiet.

Als mobile Einsatzleitung stand uns wieder das bestens bewährte  EL-Fahrzeug der FF Oberalm zur Verfügung, und zur Erleichterung des Mannschafts- und Materialtransportes wurde kurzfristig auch noch ein Skidoo  „rekrutiert“. Schon nach kurzer Zeit konnten die Voraustrupps mit Hilfe der VS-Geräte einen großen Teil der Opfer orten, aus den Schneemassen befreien und in ärztliche Obhut übergeben. Zwei Personen wurden von Lawinensuchhunden der Bergrettung gefunden und eine Person ohne LVS-Gerät musste mittels Sondierung gefunden werden. Hier hat sich wieder gezeigt, wie effektiv der Einsatz von LVS-Geräten ist, denn nur die rasche, meist durch Kameradenhilfe erfolgte Suche kann die entscheidende Zeitverkürzung bei der Suche bringen. Schon nach 15 Minuten in einer Lawine sinkt die Überlebensrate schon beinahe gegen Null.

Parallel zum Lawineneinsatz der Bergretter und Bergretterinnen übte die behördliche Einsatzleitung im EL-Fahrzeug alles im Umfeld eines Großereignisses Anfallende wie z.B. Nachschub an Mannschaft und Material, technische Unterstützung, z.B. durch Hubschrauber, Pressearbeit, Verständigen und Betreuung von Angehörigen, usw.

Insgesamt waren 94 Einsatzkräfte von Bergrettung, Alpinpolizei, Feuerwehr, Rotes Kreuz, BH Hallein und ein Skidoo-Fahrer  bei dieser umfangreichen Übung mit Eifer und Freude dabei.

Ein herzliches Danke an alle Beteiligten und an den Bürgermeister von Annaberg/Lungötz für die tolle Unterstützung bei der Verköstigung der Mannschaft nach getaner Arbeit!!

Wilfried Seidl, Bezirksleiter Tennengau