Anspruchsvolle Bezirksübung 2021

Auf über 2000 Metern gab es für rund 120 Einsatzkräfte reales Einsatzgeschehen

Eine große Bezirks-Einsatzübung fand kürzlich (4. September 2021) im Gasteinertal, am Graukogel statt. Auf 2100 Metern Höhe gab es für 95 Bergretterinnen und Bergretter fünf sehr realistische Einsatz-Szenarien zu bewältigen. „Alle diese simulierten Aufgaben sind auch in Wirklichkeit bereits bei Einsätzen passiert“, sagt Bezirksleiter Gerhard Kremser. Angenommen wurde etwa ein Absturz mit Polytrauma bis hin zum Herzinfarkt und dazu gab es auch eine eigene Suchübung für die teilnehmenden Bergrettungs-Hundeteams. Rund 90 Einsatzkräfte wurden vom Team des Österreichischen Bundesheeres mittels Bell 212 zum Übungsgebiet geflogen.

Vier von fünf Aufgaben konnten nur seiltechnisch durchgeführt werden, das heißt, es mussten auf etwa 2000 bis 2500 Metern Höhe Standplätze und Seilgeländer mit Bohrhaken errichtet werden. Die betroffenen Patienten mussten mittels UT zur Graukogel Bergstation transportiert werden. Eine Aufgabe konnte nur in Zusammenarbeit mit der FF Bad Gastein durchgeführt werden. „Hier musste ein Patient mittels Luftkissen unter einer Steinplatte befreit und ebenfalls zur Bergstation transportiert werden.“ 

Trotz der anspruchsvollen und nicht ungefährlichen Aufgaben im Steinschlag- und Absturzgelände konnte sehr zügig und sehr sicher von allen Beteiligten die gestellten Anforderungen erledigt werden. Im Einsatzleitfahrzeug Kommando Pongau verfolgte man unter anderem alle GPS-Bewegungen der Einsatzkräfte im Blaulicht-Gis am Laptop. „Auch die Zusammenarbeit und Kommunikation untereinander war ein Übungsziel, das wir erfolgreich durchführten“, betont Kremser. „Wir werden das Fahrzeug bei kommenden, größeren Einsätzen anfordern, da wir dadurch eine gute Unterstützung für die Einsatzleitung bekommen.“

Die Vorbereitung der Einsatzübung erfolgte durch den Bad Gasteiner Ausbildungsleiter Mike Loose. Er und die Ortsstellenleiter bzw. stellvertretenden Ortstellenleiter waren mit den gebotenen Leistungen der Einsatzkräfte mehr als zufrieden und lobten alle Beteiligten. Neben den Bergrettern aus Bad Gastein, Bad Hofgastein, Dorfgastein, Hüttschlag und Großarl waren auch Einsatzkräfte des Bundesheeres, externe Ärzte, Alpinpolizei und der Katastrophenreferent des Bezirkes vor Ort.
Nach einer Nachbesprechung des erfolgreichen Übungstag verbrachte man noch ein kameradschaftliches Zusammensein auf der Graukogelhütte.

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