74. Landesversammlung in Salzburg

Finanzen, Jungbergretter und Drohneneinsatz

Auch heuer waren ein umfangreiches Coronakonzept, Überprüfung der drei G’s und Baby-Elefanten-Sicherheitsabstand Voraussetzung für die erfolgreiche Durchführung der 74. Landesversammlung der Bergrettung, die in Salzburg am 29. Mai 2021 stattfand.

Nach den Geschäftsberichten der Landesleitung und der Landesgschäftsstelle wurde über die bereits vorab ausgesandten Anträge abgestimmt. Landesleiter Balthasar Laireiter zeigte sich sehr erfreut, dass alle vier Anträge angenommen wurden. Auch der Bereich "Finanzen" wurde umfangreich vorgestellt. Einen Teil der Landesversammlung widmeten die fünf Bezirksleiter unter anderem dem Einsatzgeschehen in ihren Bezirken.

Ausfallen musste coronabedingt auch dieses Jahr der öffentliche Teil der Landesversammlung.

Nach Sommerhoch Rückgang der Einsätze
Die Corona-Pandemie wirkt sich auf die Einsatzstatistik der Salzburger Bergrettung 2020 aus. Mit dem ersten Lockdown im März sind im Frühling weniger Freizeitsportler in den Bergen unterwegs gewesen als üblich. Damit ist die Gesamtzahl der Einsätze gesunken, auch wenn es im Sommer einen kurzfristigen Anstieg gab und die Wanderunfälle zunahmen.  Die rund 1.400 Bergretter und Bergretterinnen der insgesamt 43 Ortsstellen rückten im Jahr 2020 zu 639 Einsätzen aus. Das ist ein Rückgang um etwa 19 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019 mit 793 Einsätzen.

Starker Anstieg der Einsätze im Lungau und Flachgau
In den Bezirken Flachgau (5 Ortsstellen) und Lungau (4 Ortsstellen) nahm die Zahl der Einsätze im Vergleich zu 2019 um 9,5 bzw. 53,3 Prozent zu. Die meisten Einsätze in absoluten Zahlen fanden so wie in den Jahren davor im Pongau (16 Ortsstellen), gefolgt vom Pinzgau (14 Ortsstellen) statt.

Noch mehr Ausbildungskurse gefragt
„Trotz Corona konnten 2020 alle Grundausbildungen abgehalten werden,“ stellte Ausbildungsleiter Gerhard Pfluger erfreut fest. „Erfreulicherweise nimmt auch seit einigen Jahren die Zahl der Frauen und Männer in der Ausbildung zum Bergretter bzw. zur Bergretterin zu. 2020 stieg die Zahl der Bergretter in Ausbildung um 14 Prozent an. Es müssen daher zukünftig noch mehr Ausbildungskurse angeboten werden“, so der Ausbildungsleiter. Die Gesamtanzahl der Bergretter hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Landesleiter Balthasar Laireiter bedankte sich in diesem Zusammenhang für die Unterstützung durch die Förderer der Bergrettung, „denn nur mit ihrer finanziellen Hilfe können die zunehmenden Ausbildungskosten und die zum Teil schwierigen Einsätze gestemmt werden.“

Viele ehrenamtliche Stunden für Ausbildungen und Hilfsdienste
Neben den Einsätzen leisten Salzburgs Bergretter jährlich noch tausende ehrenamtliche Stunden für anspruchsvolle Aus- und Fortbildungen, sowie Hilfsdienste - beispielsweise bei Naturkatastrophen.

Drohnen zur Unterstützung im Bergrettungseinsatz?:
Paul Mörwald (OS Werfen), Mitglied der Drohnen BOS Gruppe, berichtete über interessante Aspekte zu Drohneneinsätzen und informierte über den aktuellen Stand des EU Projektes.

Förderer und Sponsoren: Zahlen und Einnahmen steigen
Wie in den Jahren davor konnte auch dieses Jahr die Zahl der Förderer (17.783) und Sponsoren der Bergrettung und somit die Einnahmen aus diesem Sektor gesteigert werden.

Vorstellung neuer Funktionäre
Im letzten Jahr gab es auch Wechsel auf Funktionärsebene in den Ortsstellen. Landesleiter Balthasar Laireiter freute sich über die ambitionierten Bergretter und bedankte sich bei Altfunktionär Hans Schaidreiter

Neuer Ortstellenleiter:

  • Kleinarl: Wilfried Gschwandtl (Alt OL Hans Schaidreiter)

Ehrungen:
ehem. Ortsstellenleiter: Hans Schaidreiter (Kleinarl)

Seit fast 40 Jahren bei der Bergrettung leitete Hans 17 Jahre lang die Ortsstelle Kleinarl.

25  bzw. 50 Jahre für die Bergrettung
Geehrt wurde für 25 Jahre Bergrettungsdienst der anwesende Ortsstellenleiter Matthias Schilchegger (Obertauern) sowie für 50 Jahre Bergrettungsdienst Altlandesleiter und jetziger Ortsstellenleiter Stellvertreter Estolf Müller (St. Gilgen)

Im Land Salzburg gab es 69 Jubilare, davon 12 Bergretter, die bereits über 60 Jahre dabei sind.

Bericht: Claudia Hutticher
Bild: Maria Riedler