73. Landesversammlung in Salzburg

Finanzen, steigende Einsatzzahlen und Corona: ein herausforderndes Bergrettungsjahr geht zu Ende

Nachdem alle Teilnehmer vor Sitzungsbeginn negativ getestet waren, konnte die 73. Landesversammlung mit entsprechenden Sicherheitsabständen als Arbeitssitzung am 3. Oktober doch noch durchgeführt werden. Nach den Geschäftsberichten der Landesleitung und der Landesgschäftsstelle wurde über die Anträge abgestimmt, unter anderem:

Personelles: 2. Landesleiter Stellvertreter gewählt
Als 2. Landesleiter Stellvertreter wählten die Versammlungsteilnehmer einstimmig MMAg.Thomas Hauer, Ortsstellenleiter von Unken. Heinz Leitinger und Reinhold Moser wurden als neue Rechnungsprüfer, Ingo Gugl als Landesausbildungsleiter Stellvertreter und Landescanyoningleiter Stv. und Wolfgang Russegger ebenfalls als Landescanyoningleiter Stv. bestätigt. Ein Dank gilt Anton Brandauer für seinen jahrelangen Einsatz alsLandesausbildungsleiter Stellvertreter und Landescanyoningleiter.

Einsatzrekord der Bergrettung Salzburg im Jahr 2019
So viele Einsätze wie noch nie leisteten Salzburgs Bergretter im Jahr 2019. Die insgesamt 43 Ortsstellen und die Spezialgruppen wie Bergrettungshunde und Canyoninggruppe rückten zu 793 Einsätzen aus. Das ist ein Anstieg um fast sechs Prozent im Vergleich zum Jahr 2018 mit 749 Einsätzen. Trotz Corona "Ausgangssperre" rückten die Einsatzkräfte auch 2020 bis 1. Oktober bereits 552 mal aus.

Erhöht hat sich auch die Zahl der Einsatzstunden, und zwar um mehr als 5.000. Die rund 1.400 Bergretter verzeichneten 15.031 Einsatzstunden (2018: 9.754 ). Zu bedauern ist, dass die Anzahl der Bergung von tödlich Verunfallten um 54 Prozent gestiegen ist - von 28 im Jahr 2018 auf 43 im Jahr 2019. 

Mehr Bergretter in Ausbildung,
Erfreulicherweise nimmt auch seit einigen Jahren die Zahl der Frauen und Männer in der Ausbildung zum Bergretter bzw. zur Bergretterin zu: „Wir bieten deshalb jährlich zwei Fels- und Winterkurse, sowie zwei Kurse in der Alpinen Erste-Hilfe-Ausbildung an“, betont der Landesleiter. 2019 stieg die Zahl der Bergretter in Ausbildung (plus 18 Prozent) um fast ein Fünftel an.

Hilfsdienste in der Corona Krise
Neben den Einsätzen leisten Salzburgs Bergretter jährlich noch tausende ehrenamtliche Stunden für anspruchsvolle Aus- und Fortbildungen, sowie Hilfsdienste - beispielsweise bei Naturkatastrophen. Bergretter absolvierten in der Corona Krise ebenfalls freiwillige soziale Dienste in den Gemeinden, etwa für Lebensmittel, Medikamenten- und Krankenbett-Transporte. 

Förderer und Sponsoren: Zahlen und Einnahmen steigen
Auch dieses Jahr konnte die Zahl der Förderer und Sponsoren der Bergrettung und somit die Einnahmen aus diesem Sektor gesteigert werden.

Vorstellung neuer Funktionäre
Im letzten Jahr gab es auch Wechsel auf Funktionärsebene in den Bezirken und Ortsstellen. Landesleiter Balthasar Laireiter freute sich über die ambitionierten Bergretter. Die Danksagung an die Altfunktionäre musste Corona bedingt ausfallen.

In den Bezirken:

  • Tennengau: Bezirksleiter Werner Quehenberger (Alt BL Wilfried Seidl)

Neue Ortstellenleiter:

  • Annaberg: Anton Kendlbacher (Alt OL Werner Quehenberger)
  • Grödig: Manfred Haas (Alt OL Ernst Schörghofer)
  • Mühlbach: Wolfgang Haggenmüller (Alt OL Thomas Knöpfler)

Ehrungen – 25 Jahre für die Bergrettung
Geehrt wurden für 25 Jahre Bergrettungsdienst die anwesenden Ortsstellenleiter Johann Schaidreiter (Kleinarl) und Martin Wallinger (Abtenau). Im Land Salzburg gab es 97 Jubilare, davon 13 Bergretter, die bereits über 60 Jahre dabei sind.

Bericht: Hutticher/Riedler
Bilder: Maria Riedler