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Zederhaus: Lawinenunglück Seeköpfl

Skitourengeher lösten im Bereich des Seeköpfls (2225m)/Riedingtal, Zederhaus ein Schneebrett ab. Ein 55-jähriger Kärntner wurde verschüttet und von seinen Begleitern leicht verletzt ausgegraben.

Die drei Tourengeher aus Kärnten stiegen zum Seeköpfl auf. Sie gingen dann am Grat entlang und fuhren um etwa 13:20 Uhr in eine schneereiche Mulde Richtung Süd/Ost ab. Dabei löste der erste von ihnen, ein 55-jährige Klagenfurter, im etwa 35 Grad steilem Hang (ca. 1700m) ein Schneebrett im Ausmaß von etwa 20 Meter Breite und einer Länge von ca. 50 Meter aus.

Der Skitourengeher wurde vom Schneebrett mitgerissen und komplett verschüttet, konnte jedoch den Kopf freibekommen und um Hilfe rufen. Seine beiden 46 und 50-jährigen Begleiter aus Klagenfurt alarmierten sofort die Rettungskräfte und gruben den Verschütteten frei.

Die Tourengeher fuhren bzw. gingen selbstständig ins Tal. Der leicht verletzte Mann (Verletzungen an Schulter) musste zu Fuß gehen, da seine Skier von der Lawine verschüttet wurden. Er wollte keinen RK-Transport ins Tamsweger Krankenhaus, sondern gab an, dass er selbständig zur Behandlung ins Krankenhaus in Spital fahren werde.

 

Insgesamt waren 35 Mann der Bergrettung Zederhaus, Muhr und Tamsweg sowie neun Bergrettungshundeführer, fünf Alpinpolizisten sowie Teams der Rettungshubschrauber Martin 10 und Libelle im Einsatz.

 
Alle Tourengeher waren mit LVS-Geräten, Schaufel, Sonde sowie ABS-Rucksack ausgerüstet. Dem 55-Jährigen gelang es jedoch nicht, den Lawinenairbag auszulösen.

 

 

Wir bitten um Kenntnisnahme der täglich aktuellen Lageberichte des Lawinenwarndienst...

 

Bericht: Maria Riedler
Foto: Alpinpolizei, Siegi Berger

 

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