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Zederhaus: Lawinenabgang

Eine Lawine hat am Dienstagnachmittag im Bereich des Urbankars Skitourengeher verschüttet. Ein Tourengeher verstarb später im Krankenhaus.

Symbolbild Urbankar (Foto: Manfred Pfeifenberger, Bergrettung Zederhaus).

In diesem Bereich - starke Windverfrachtungen -sind öfters Lawinenabgänge; im Jahr 2002 verstarben hier zwei Pongauer Skitourengeher.

Eine Gruppe von mehreren Personen aus Oberösterreich wurde am Dienstagnachmittag, 28. Dezember, von einer Lawine im Bereich des Urbankars (Mosermandl/Zederhaus) überrascht. "Es handelte sich um eine Gruppe von mehreren Personen, von denen drei von der Lawine erfasst wurden. Einer dieser drei wurde von den Schneemassen total verschüttet", so der Lungauer Bezirksleiter Balthasar Laireiter.

Der Tote, ein 55-jähriger Oberösterreicher, war bei der Bergung durch seine Begleiter- etwa nach zehn Minuten - in einem kritischen Zustand und wurde von der Besatzung des Alpin Heli 6 reanimiert und ins Krankenhaus Schwarzach geflogen.
Die zwei weiteren verschütteten Personen konnten sich selbst befreien bzw. wurden von den anderen geborgen. 

Die Lawine ging kurz nach 14.00 Uhr im Urbankar zwischen Kleinem und Großem Mosermandl (Radstädter Tauern) ab. Als die Skitourengruppe im Bereich des Urbankars in einer Seehöhe von 2.380m unterwegs war, löste sich die Lawine.  Das 50 Meter breite Schneebrett riss die drei Skitourengeher ungefähr 200 Meter mit.
Ein Verschütteter konnte sich selbst befreien und grub sofort seinen 49-jährigen, teilverschütteten Kameraden aus. Beide blieben unverletzt. Gemeinsam orteten sie - sie waren bestens ausgerüstet - mittels LVS-Gerät ihren total verschütteten Begleiter und konnten ihn nach einigen Minuten ebenfalls ausgraben. Mit Unterstützung von nachkommenden Skiitourengehern leisteten sie Erste Hilfe, nahmen Wiederbelebungsmaßnahmen vor und verständigten die Rettungskräfte.

Die Mitglieder der Bergrettung Zederhaus und Hundeführer der Bergrettung wurden alarmiert und gingen in den Einsatz, dieser konnte jedoch bereits nach zehn Minuten abgebrochen werden.

Achtung Tourengeher:
"Im Lungau ist die Schneesituation besonders bei exponierten Südosthängen im Moment sehr prekär", so der Lungauer Bezirksleiter Laireiter. Durch die Tauperiode vor Weihnachten hat sich die Schneedecke gut verfestigt. Ein starker Nordwest-Wind lässt besonders die Südosthänge - wie leider auch jenen im Urbankar - extrem lawinengefährlich werden.

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