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Wir trauern um Albert Rohrmoser

Unserer langjähriger Ehrenreferent der Bergrettungshundestaffel und Kamerad Albert Rohrmoser ist verstorben.

Bis vor wenigen Jahren war Albert noch bei unseren Ausbildungskursen und Einsätzen mit dabei.

Im Jänner gratulierten Referent Georg Hettegger (re) und sein stellvertretender Referent Thomas Zeferer (li) unserem Ehrenreferenten zu 50 Jahre Mitgliedschaft als Hundeführer.

Albert ist am 6. September, kurz vor seinem 85. Geburtstag, von uns gegangen.

Unser Ehrenreferent und ehemaliger Leiter der Bergrettungshundestaffel war mit seinen Hunden – zuletzt mit „Cody“ - bis vor wenigen Jahren aktiv in unserer Staffel mit dabei.
Albert war seit 1967 Mitglied der Salzburger Bergrettung und absolvierte nahezu 100 Ausbildungskurse. Seine enorme Erfahrung an Einsätzen als aktiver Bergretter in Hüttschlag ist wahrscheinlich auch einzigartig: Insgesamt waren es 257 Einsätze, die Albert forderten und ihn oft mit dem Tod konfrontierten. So erzählte er etwa öfters vom Lawineneinsatz in Werfenweng. Dieses Unglück im Jänner 1982 war eines der größten und katastrophalsten in Salzburg. Dass dabei fünf Menschen überlebten und gerade noch rechtzeitig gefunden wurden, verdankten sie dem Spürsinn der Lawinenhunde und ihren Lawinenverschütteten-Suchgeräten, die sie bei sich trugen.  


Albert Rohrmoser war lange der älteste aktive Hundeführer in Salzburg und hat nicht nur viele Einsätze bewältigt, sondern war immer vorne mit dabei: Er war Gründungsmitglied der Hüttschlager Bergrettung und am Aufbau vieler Strukturen beteiligt. Albert war bei den ersten Ausbildungskursen dabei, „die in eiskalten Hütten - mit einem Ofen und einem Herd ausgerüstet - stattfanden. Es gab keinen Strom und nur kaltes Wasser“, erzählte er einst. Insgesamt hat er selbst fünf Hunde ausgebildet und im Einsatz geführt.

Er war 14 Jahre Referent der Bergrettungshundestaffel und 14 Jahre deren stellvertretender Leiter. Er schilderte gerne von den ersten Kurse der Salzburger Bergrettungshundeführer, die damals noch in Tirol stattfanden. Albert erzählte vom Jahr 1954 als dort gemeinsam mit Südtiroler und bayerischen Kollegen, die ersten Lawinenprüfungen überhaupt absolviert wurden. „Hund und Mensch müssen einfach immer ein Team sein“, das galt als sein Leitspruch.

Albert Rohrmoser war auch mit dabei, als ein erstes Alarmierungssystem geschaffen wurde und als die Ausbildung der Hunde durch neueste wissenschaftliche Erkenntnisse von Wolfsforschern wie Erik Zimen auf ein hohes kynologisches Niveau verbessert wurde. 

Noch Anfang des Jahres besuchte uns Albert beim Lawinenkurs in Zauchensee. Dort konnten wir ihm die Ehrenurkunde für 50 Jahre Mitglied der Bergrettungshundestaffel überreichen.



Der Trauergottesdienst mit Verabschiedung von Albert wird am kommenden Freitag um 17 Uhr in der Pfarrkirche von Hüttschlag gefeiert.

Ruhe in Frieden, lieber Albert!
 

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