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Winterbezirksübung 2020 in Salzburg

Fünf von einer Lawine Verschüttetete und ein Skitourengeher, der sich bei der Abfahrt verletzt hat: Dieses umfangreiche und komplexe Einsatzszenario forderte am Samstag über 50 Flachgauer Bergretter bei der diesjährigen Winterfortbildung des Bezirkes Flachgau auf den Genneralmen. Zeitpunkt, Einsatzort und Inhalt der Alarmübung waren vorab nicht bekannt.

Am Beginn der Übung stand daher die Alarmierung durch die Leitstelle des Roten Kreuzes um 12:30 Uhr: Lawinenabgang Genneralm, TP PP Lämmerbach. Die nach und nach eintreffenden Einsatzkräfte machten sich in Gruppen über die Forststraße Richtung Genneralm auf.  Erst nach Übermittlung der Koordinaten über Funk war auch die genaue Stelle des Lawinenabgangs bekannt.

Forderndes Einsatzszenario
Die Retter übten in zwei voneinander unabhängigen Gruppen am Gennerosthang (Gruppe A) und am gegenüber liegenden Holzeck (Gruppe B) das gleiche Einsatzszenario:: Vier Verschüttete, davon zwei mit LVS, zwei ohne LVS. Es stellte sich nachträglich heraus, dass noch ein weiterer Verschütteter ohne LVS unter der Lawine liegt. Zeitgleich mit dieser Information ein weiterer Alarm. Ein Skitourengeher hat sich bei der Abfahrt im Steilhang verletzt.

Rascher Fund – Alle sind gerettet!
Sobald die Bergretter mit Hilfe der übermittelten Koordinaten den Lawinenkegel erreicht hatten, informierte sie der „Unfallmelder - Stationsbetreuer“ über die aktuelle Lage. Hundeführer und Bergrettungshund fanden die beiden „Verschütteten“, die anschließend medizinisch versorgt werden, rasch. Parallel dazu begann die Suche mit dem LVS. Um den fünften Verschütteten aufzufinden übten die Einsatzkräfte die "Rasterfahndung". Doch noch war die Übung nicht zu Ende. Ein Teil der Retter stieg bei beginnender Dämmerung auf und barg den verletzten Tourengeher. Nach medizinischer Versorgung wurde der "Verletzte" im Akja mit dem Seil gestaffelt abgelassen.

Nachbesprechung: was ist gut - was kann verbessert werden
Mittlerweile war es dunkel. Bezirksleiter und Ausbildungsleiter besprachen nochmals die Abläufe - was ist gut was kann verbessert werden - mit den beiden Gruppen bevor es zur Abfahrt ins Tal Richtung Lämmerbach ging.

Hoher Anteil an Jungbergrettern und Anwärtern erfreulich
„Sehr erfreulich ist die hohe Anzahl an teilnehmenden jungen Bergrettern und Anwärtern und die gute Zusammenarbeit zwischen den Ortsstellen. Die sehr komplexe Übung wurde von beiden Gruppen problemlos gelöst“, hebt Bezirksleiter Roland Schimpke das gute Miteinander der Bergrettungskameraden der Ortsstellen hervor. Er bedankte sich bei den Einsatzkräften der Ortsstelle Salzburg und besonders bei Ausbildungsleiter Stephan Schmidt und den Flachgauer Hundeführern für die vielen investierten Stunden und für die ausgezeichnete Vorbereitung der Übung. Auch Bezirksleiter Stellvertreter Manfred Grabner zeigte sich von der guten Zusammenarbeit der Ortsstellen beeindruckt.

Weitere Bilder findet ihr in der Bildergallerie!

Bericht: Claudia Hutticher
Bilder: Hutticher/ J. Reindl

74 Geborgene Personen
(2020 aktuell)
107 Einsätze
(2020 aktuell)
1407 aktive Einsatzkräfte
im Land Salzburg (2020 aktuell)