Zum Hauptinhalt springen

Winterbezirksübung 2015

Bei der Winterfortbildung des Bezirkes Flachgau Freitagabend übten dieses Jahr mehr als 50 Bergrettungsfrauen und -männer der fünf Ortsstellen für den Ernstfall bei einem Lawinenabgang.

Lawinenkegel Stubneralm

Übungsgebiet

Treffpunkt Tiefbrunnau

Aufstieg mit Material

Sondieren...

...und Graben

Abtransport...

... der "Verletzten"

Es ist dunkel. Nur der Lawinenkegel auf der Stubneralm ist mit starken Lampen ausgeleuchtet. Auf dem Lawinenkegel befinden sich gelbe, rote, blaue Markierungsfähnchen. Schritt, Stich, Schritt, Stich, Schritt, Stich: Eine exakt ausgerichtete Reihe von Bergrettern bewegt sich langsam auf Kommando Schritt für Schritt auf dem Lawinenkegel vorwärts, sondiert nach einem möglicherweise "Verschütteten"! Die großen Schnee- und Eisblöcke machen die "Rasterfahndung im Schnee" zu einem mühsamen Unterfangen.

 

Fünf Flachgauer Ortsstellen üben den Ernstfall!

20.2.2015, Zwölferhorn/Tiefbrunnau (Faistenau): Über 50 Bergrettungsmänner und –frauen aus den fünf Ortsstellen des Flachgaus übten letztes Wochenende auf einem Lawinenkegel nahe der Stubneralm beim Zwölferhorn den Ernstfall.

 

Schwerpunkte der diesjährigen Fortbildung waren:

  • LVS Suche,
  • Rastersuche,
  • Bergung und Abtransport von Verletzten,
  • Koordination von mehreren Ortsstellen,
  • Ausleuchten von Suchfeldern
  • Mannschafts-/Materialtransport

Organisiert hatte dieses Jahr die Winterübung perfekt die Ortsstelle St. Gilgen rund um Ortsstellenleiter Stöllinger Peter.

 

Kälte und Dunkelheit

17:00, Treffpunkt Parkplatz Tiefbrunnau: Bezirksleiter Stv. Roland Schimpke begrüßt kurz die Teilnehmer. Sepp Edlinger übernimmt die Funktion des Gesamteinsatzleiters, Jens Reindl ist Einsatzleiter Berg, Maschits Wolfgang "Gesamtbeobachter" der Übung.

 

Es wird ein Vortrupp gebildet der auf Basis der übermittelten GPS Daten rasch zum Unfallort aufbricht. Notwendiges Material wird ausgegeben, die verbleibenden Retter in Gruppen eingeteilt und kurze Zeit später geht es auch schon vom Parkplatz über eine verschneite Forststraße zum Einsatzgebiet im Bereich der Stubneralmen. Unterstützend mit im Einsatz ist auch der Quad der Ortsstelle Grödig.

 

Rascher Fund

Der Vortrupp startet um 17:35. Bereits um 18:12 werden die ersten LVS Funde gemeldet. Die weiteren Funde und Bergungen finden im Minuten Takt statt. Noch vor Eintreffen der Hauptmannschaft sind die drei "Verschütteten" mittels LVS Suche geortet und ausgegraben. Auf einer weiteren Station wird nochmals das fachgerechte Bergen und Versorgen der Verschütteten unter Anleitung von Wilhelm Pauli (Landesarzt Stv.) geübt.

 

Rasterfahndung im Schnee

Da sich laut Übungsannahme möglicherweise noch Verschüttete unter der Lawine befinden, ist nun der Großteil der Mannschaft mit der "Rasterfahndung" beschäftigt. Bei diesem systematischen Verfahren arbeiten die Bergretter genau festgelegte Vorgänge und Sektoren bei der Suche nach den Verschütteten ab. Das rasche Sondieren in einer Reihe Schulter an Schulter dicht aneinander stehend muss geübt werden. Die dicken Eisbrocken erschweren die Suche in der Dunkelheit. Die bereitstehenden „Schaufler“ graben auf Zuruf.

 

Abtransport der Verletzten

Schlußpunkt der Übung ist der Abtransport der Verletzten mit der Universaltrage über einen eisigen Forstweg Richtung Sausteigalm.

 

Lawineneinsatz ist gleich Großeinsatz
"Das Übungsziel, 57 Bergretter aus fünf Ortsstellen im Flachgau einsatzmäßig unter realistischen Bedingungen in Dunkelheit zu koordinieren, wurde von den Einsatzleitern und allen Rettern hervorragend gemeistert. Gerade die Koordination von Einsatzkräften und Einsatzmaterial wie Transportfahrten mit dem Quad bedürfen einer regelmäßigen Übung um so für den Ernstfall  gut vorbereitet zu sein,
“ zieht Bezirksleiter Stv. Schimpke bei der abschließenden Besprechung ein positives Resume und freut sich über die zahlreiche und engagierte Teilnahme seiner Flachgauer Kameraden.

 

Bericht: C.Hutticher

Bilder: Hutticher/Schimpke/Edlinger

34 Geborgene Personen
(2020 aktuell)
39 Einsätze
(2020 aktuell)
1423 aktive Einsatzkräfte
im Land Salzburg (2020 aktuell)