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Wiederholte Suchaktion in Flachau

Trotz offensichtlicher Absperrungen der Flachauer Bergbahnen befahren immer wieder Skifahrer und Snowboarder das unwegsame Gelände und können zumeist ohne Hilfe der Flachauer Bergretter den sogenannten Wastlgraben nicht mehr verlassen.

Trotz deutlicher Absperrungen wird vorhandenen Spuren gefolgt.

Suchaktion mit "Rocky", Bergrettungshund von Lukas Perner.

Am vergangenen Donnerstag Abend gab es jedenfalls für die Flachauer Bergretter gleich zwei Sucheinsätze: Eine Gruppe von zehn Holländern (darunter noch kleinere Kinder) verfuhr sich im Gelände und rief die Bergrettung um Hilfe.
Nahezu zeitgleich gerieten in diesem Gelände auch drei Dänen in akute Bergnot bzw. Lebensgefahr. Einer der Dänen drohte - kopfüber im Tiefschnee gestürzt - zu ersticken. Seine Begleiter alarmierten ebenfalls die Bergrettung.

Deshalb wurde von den Flachauer Bergrettern der Rettungshubschrauber Martin 1 alarmiert. In der Zwischenzeit konnte ein deutscher Skifahrer, der ebenfalls in dieses Gelände fuhr, den Dänen aus dem Tiefschnee befreien.


Das Team des Rettungshubschraubers suchte barg die sechs holländischen Kinder bzw. einen verletzten Erwachsenen aus dem Graben; die Flachauer Bergretter brachten die restlichen Verirrten sicher ins Tal.


11. Februar 2013: Ein deutsches Ehepaar verließ um etwa 15:30 Uhr mit der neunjährigen Tochter die Abfahrt beim Star Jet 3 Lift in Flachau. „Sie folgten einigen Spuren im Tiefschneegelände und gerieten dabei immer mehr in unwegsames Gelände“, schildert Lukas Perner, Ortsstellenleiter der Bergrettung Flachau.


Als sie in dem steilen Graben nicht mehr vor noch zurück konnten, alarmierten sie die Bergrettung Flachau. Die Flachauer Bergretter versuchten aufgrund der Angaben der Vermissten per Mobiltelefon und aufgrund von Spuren und Lichtsignalen in drei Suchtrupps die Deutschen zu finden.

 

„Wir haben die Skisportler um 18:15 Uhr gefunden“, so Perner. „Das kleine Mädchen war erschöpft und wurde von uns Huckepack abtransportiert“.

Die Flachauer Bergretter brachten die Deutschen schließlich auf einen Forstweg in sicheres Gelände. Von dort wurden sie mittels Skidoo ins Tal gebracht.

 

DEUTLICHE ABSPERRUNGEN WERDEN NICHT BEACHTET

„Leider verlassen viele Urlauber immer wieder den gesicherten Skiraum und folgen irgendwelchen Spuren im Tiefschnee - ohne sich im Gelände auszukennen. Wir hatten hier in Flachau, im sogenannten Wastlgraben, erst am vergangenen Sonntag einen Sucheinsatz.

Deshalb appellieren wir an die Skisportler keinesfalls ohne Orts- und Geländekenntnisse den sicheren Pistenbereich zu verlassen“, schließt Lukas Perner.

 

 

 

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