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Wieder Absturz Postalmklettersteig

Bei einem Absturz am Postalmklettersteig in Strobl wurde am 11. August ein 35-jähriger Alpinist schwer verletzt.

Archivbild Absturz Klettersteig Postalm, vom 18. Juni

Absturzstelle 11. August

Der 35-jähriger Alpinist aus Oberösterreich unternahm alleine eine Klettertour durch den Postalmklettersteig in Strobl. Gegen 13:00 Uhr erreichte der gut ausgerüstete Kletterer die sogenannte „Dschungelbrücke“ (die Überquerung des Wieslergrabens). Unmittelbar vor der Seilbrücke war an der Felsversicherung bei einer Querung ein Anker des Stahlseils ausgerissen, wodurch das Sicherungsseil über eine Länge von etwa sechs Metern etwa 1,5 Meter von der senkrechten Wand weg hing und dadurch die Kletterpassage nicht mehr zu bewältigen war. Der 35-Jährige hängte sich mit der Klettersteigsicherung aus dem Stahlseil aus und versuchte, die senkrechte Felspassage zu umklettern und die nächste Stahlseilverankerung in einer Entfernung von etwa sechs Meter zu erreichen. Dabei stürzte er rund acht Meter in das seichte mit Felsen durchsetzte Bachbett des Wieslerbaches ab. Er zog sich dabei unter anderem eine offene Fraktur des rechten Fersenbeins zu und konnte sich aus eigener Kraft auf die steile Böschung schleppen.

Durch nachfolgende Kletterer wurden um 13:19 Uhr per Handy die Rettungskräfte verständigt. In weiterer Folge stiegen acht Mann der Bergrettung Strobl, darunter ein Notarzt und zwei Alpinpolizisten der PI Strobl, zur Unfallstelle auf. Der Schwerverletzte wurde anher in einer schwierigen Rettungsaktion per Trage etwa 140 Meter mit Seilen aus dem steilen Wieslergraben zur nahe gelegenen Braunalm geborgen und per Rettung ins LKH Bad Ischl eingeliefert.

Achtung:
Der Betreiber des Postalmklamm-Klettersteigs wurde unverzüglich über den Missstand unterrichtet und zur Sperre der Kletterpassage oder Behebung des Schadens aufgefordert.

Wiederum wurde aufgezeigt, dass das Aushängen des Klettersteigsets und der Versuch Kletterpassagen ungesichert zu bewältigen mit akuter Lebensgefahr verbunden und abzuraten ist!

Bericht: Robert Ratzinger, Bergrettung Strobl und Alpinpolizei

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