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Werfen: Tödlicher Kletterunfall am Gr. Fieberhorn

Bergretter aus Werfen wurden am späten Samstagnachmittag zu einer Bergung nach einem Kletterunfall am Großen Fieberhorn (Tennengebirge) alarmiert.

Bilder Archiv

Zwei deutsche Kletterinnen (31 und 35 Jahre) waren in der Kletterroute „Fun in the Sun“ und anschließend in der „Panorama“ (Gr. Fieberhorn, 2276m/Tennengebirge) unterwegs und kletterten diese in Wechselführung.
Im oberen Bereich der „Panorama“ dürfte der 31-Jährigen ein fataler Sicherungsfehler passiert sein; sie stürzte tödlich ab.
Zuerst wurde das Rettungshubschrauberteam Martin 1 alarmiert; nach einem kurzen Sichtflug die Bergrettung Werfen zusätzlich zur Bergung angefordert.

Zwei zufällig anwesende Bergretter aus Bischofshofen bemerkten den Zwischenfall und stiegen zum Unglücksort auf und halfen bei der Bergung mit. „Es war eine sehr schwierige Bergung“, sagt Herbert Deutinger, der Einsatz- und Ortsstellenleiter von Werfen.

„Acht unserer Bergrettungsleute wurden zur Unterstützung zum Fieberhorn geflogen und zusätzlich der Polizeihubschrauber angefordert.“ Die Bergretter stiegen im Schwebeflug aus und seilten sich mittels Dyneema-Seil zur Unglücksstelle ab.
Die Flugbedingungen in diesem Bereich des Fieberhorns sind zumeist - auch aufgrund der Thermik - sehr fordernd. Die Bergretter unterstützten gemeinsam mit einem Alpinpolizisten die  Bergung, die auch gute Kenntnisse der Kletterrouten braucht. Die Tote wurde durch das Polizeihubschrauberteam ausgeflogen.
Die 35-jährige Kletterpartnerin der tödlich verunglückten Deutschen blieb unverletzt, sie stand jedoch unter schwerem Schock und musste mittels Kaperbergung geborgen und vom Rettungshubschrauberteam Martin 1 ausgeflogen werden. Der Einsatz dauerte bis nach 19 Uhr.

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