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Werfen: Nächtlicher Einsatz für Bergsteiger in Not

Vergangene Nacht wurde die Bergrettung Werfen zu einem Einsatz am Tennengebirge alarmiert. Sechs Wanderer aus Deutschland waren erschöpft und in Bergnot.

Die sechs Deutschen waren von der Laufener Hütte (1.726 m) in Richtung Edelweißhütte (2.349 m) unterwegs. Diese erreichten sie um 20:30 Uhr. Dort war jedoch der Winterraum bereits besetzt. Daher stiegen die drei Frauen und Männer noch weiter Richtung Werfenerhütte durchs Throntal ab, da ihnen von den Bergsteigern bei der Edelweißhütte mitgeteilt wurde, dass das ohnehin nicht mehr weit sei.

Um 22:10 Uhr alarmierte die Gruppe allerdings über den Polizeinotruf die Bergrettung Werfen. Es hieß, dass die Wanderer zwar alle unverletzt, aber erschöpft und einige aus der Gruppe nicht mehr in der Lage seien, über den seilversicherten Steig bzw. über die Hochthronleiter, selbst abzusteigen.

Gegen Mitternacht erreichten 13 Werfener Bergretter die Wanderer am Tennengebirge. Die Deutschen wurden über ein Klettersteigset und jeweils in Begleitung eines Bergretters über das Stahlseil gesichert weiter talwärts gebracht. „Wir haben dann noch einen neuen Standplatz gebohrt und sie im Bereich der Leiter auch passiv abgeseilt“, sagt Einsatzleiter Stefan Pondorfer. Über ein extra errichtetes Seilgeländer wurden sie dann zum Normalweg und anschließend zur Werfenerhütte gebracht.

Einsatzende für die Werfener Bergretter war um 3.40 Uhr.

 

Fotos: Bergrettung Werfen

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