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Viele Mutproben für Sponsoren

Der Erlebnistag auf Burg Finstergrün gewährte Einblick in Alltag der alpinen Retter. Warum die Teilnehmer teils an ihre Grenzen gingen, lesen sie hier ...

Text und Fotos: Andrea Kocher / Bergrettung Tamsweg

2. Oktober 2011. Über eine steile Felswand in eine Schlucht abseilen, einen Kameraden aus dem Felsen kapern – also am Seil zum Verletzten absteigen und ihn abtransportieren – oder mittels Mannschafts-Seilrollen-Flaschenzug erst horizontal, dann vertikal zur Rettung des Verunfallten abgeseilt werden: Was für die Einsatzkräfte des Österreichischen Bergrettungsdienstes im Notfall die Kür ist, konnten Zivilisten einmal selbst ausprobieren: Beim Erlebnistag, zu dem die Bergrettung Tamsweg, unterstützt von den Ortsstellen Ramingstein und Muhr, kürzlich auf die Burg Finstergrün bat. 

Sechs Stationen zum „selber ausprobieren“

Die geschichtsträchtigen Gemäuer der Gräfin-Szapary-Burg boten die atmosphärische Kulisse für das abwechslungsreiche Aktiv-Programm. Um den Gästen einen realitätsnahen Einblick in die Arbeit der Bergrettung zu geben, dafür hatten Tamswegs Ortsstellenleiter Hagen Bogensperger und seine Mannschaft keine Mühen gescheut. „Mit dem Erlebnistag wollten wir einmal auf ganz besondere Weise Danke sagen. Unseren Gönnern und Sponsoren, die der Bergrettung teils schon seit vielen Jahren gut gesinnt sind“, so Bogensperger. In diesem Rahmen wurde auch das neue Einsatzfahrzeug präsentiert. „Ohne die ideelle wie finanzielle Unterstützung wäre der Ankauf unseres Isuzu D-Max, den die Firma Lagermax unseren Bedürfnissen entsprechend umbaute, nicht möglich gewesen“, galt der Dank sowohl den Bürgermeistern und Vertretern der Gemeinden, von befreundeten Einsatzorganisationen, als auch von Unternehmern sowie Privatpersonen. Mit ihrer Anwesenheit und ihrem Interesse hatten sie den Einsatzkräften große Wertschätzung entgegenbracht. Allen voran auf der Gästeliste Bezirkshauptmann HR Dr. Robert Kissela sowie die Bürgermeister Alois Lankmayer (Tamsweg), Franz Winkler (Ramingstein) und Sepp Kandler (Muhr).

Großzügige Geste der Firmen Salewa und Ehrenreich

Von Ausrüstung bis Bergetechniken, von Knotenkunde bis Abseilvarianten – an sechs Stationen wurden die mutigen Gönner fachgerecht instruiert. „Man hat wohl kaum die Gelegenheit, die Aufgaben der Bergrettung einmal hautnah kennen zu lernen“, sprechen Ulrich Schmiedinger von Isuzu-Sales-Österreich und Athanasius Koltsidas von Lagermax wohl für alle Beteiligten, die an diesem Tag auch bisweilen an ihre Grenzen gingen. Dem konnte sich Salewa-Geschäftsführer Chris Mannel nur anschließen. Er hatte zuvor bei Intersport Frühstückl in Tamsweg einen Scheck über 5.000 Euro für das Einsatzfahrzeug überreicht. Anerkennung für die Aufwändungen bei Übungen und Einsätze gab es auch einmal mehr vom Tamsweger Unternehmer Lambert Krist. Der Inhaber der Baufirma Ehrenreich, ein treuer Gönner der Bergrettung, ließ sich keine der abenteuerlichen Stationen entgegehen. Dem Spektaktel nicht genug, setzte der Inhaber der Baufirma Ehrenreich mit 2.000 Euro noch eins drauf!

Übung und Notfall: Nach Schauprogramm noch in den Einsatz

„Das alles sollte natürlich Spaß machen. Nicht zu vergessen aber den ernsten Hintergrund. Es ist die Praxis der Bergretter im Einsatz, die an den einzelnen Stationen demonstriert wurde“, unterstreicht Bogensperger. Die Freude über die aktive Mitarbeit der Teilnehmer – auch die Jüngsten kannten keinerlei Furcht – war groß. Dafür zollten die Retter den mutigen Gönnern Tribut.

Der Erlebnistag fand im Rittersaal der Burg Finstergrün ein beschauliches Ende – zumindest für die Gäste, denn die Bergretter wurden zu einer Suchaktion im Gontal | Gebiet Katschberg gerufen. Nachdem dieser glimpflich zu Ende ging, folgte gleich eine weitere Suchmeldung in demselben Gebiet. Schlussendlich fanden beide Suchaktionen ein glückliches Ende. Ebenso wie ein langer Tag für die Retter ...

Mehr Fotos siehe

http://www.bergrettung-salzburg.at/Erlebnistag-2011.1072.0.html

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