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Versicherung der Strubklamm

Vorbeugen ist besser als Bergen: Unter diesem Motto erfolgte letztes Wochenende im Rahmen der Ortsstellenausbildung Salzburg eine Begehung und Überprüfung der Versicherungen der Strubklamm.

Ortsstellenübung Strubklamm, 2010

Begehung Strubklamm, 2012

Ortsstellenübung Strubklamm, 2010

Ortsstellenübung Strubklamm, 2010

Einstieg Staudamm Strubklamm. 25 Grad.  Trübes, kühles Wasser:

Drei Frauen und vier Mann der Ortsstelle Salzburg führten letzten Samstag eine Begehung der aquatischen Strubklamm bei Hintersee durch. Wie jedes Jahr machten sich BergretterInnen der Ortsstelle auf den Weg um die zahlreichen mit Kettenständen und Bohrhaken versicherten Abseilstellen in der bei Touristen und Canyoninganbietern beliebten aquatischen Strubklamm bei Hintersee zu überprüfen.

 

Die im Einsatzgebiet der Ortsstelle Salzburg liegende Schlucht erfreut sich bei Touristen immer größerer Beliebtheit. Siebzehn bis zu acht Meter hohe Sprünge, lange Schwimmstrecken und 2,7 Kilometer Länge überfordern so manchen Canyonauten.

 

"Spaß gehört zum Canyoning, besonders in der aquatischen Strubklamm. Eine permanente Risikobeurteilung bei allen Aktivitäten ist allerdings unbedingt notwendig. Gerade Sommergewitter sind durch unvermutet eintretendes Wasser in Klammen gefährlich. Steinschlag  auf Grund der hohen eingeschnittenen Klamm, Unterkühlung durch lange Schwimmstrecken oder gefährliche Gegenstände wie Äste nach Unwettern in Wassergumpen sind nicht zu unterschätzen", weist Ausbildungsleiter Roland Schimpke auf die Gefahren hin. Sein Rat um Notfällen vorzubeugen: "Passender Neoprenanzug, Helm und Sitzgurt, vernünftige Tourenplanung mit Einholen der Wettervorhersage und umsichtiges Verhalten sind für die Begehung der Strubklamm absolut notwendig."

 

Bergungen durch gute Absicherung vereinfacht

 

Das Team der Ortsstelle Salzburg rund um Ausbildungsleiter Roland Schimpke, Mitglied der Canyoning Gruppe Nord hatte bereits in  früheren Jahren zahlreiche Abseilstellen und Felsstufen mit Kettenständen und Bohrhaken versichert. Diese werden nun während der jährlichen Begehungen überprüft und mögliche Bergeabläufe durchgespielt.

 

In einer zweiten Begehung soll heuer eine neue Durchnummerierung der Versicherungen erfolgen. Ziel ist, bei Notfällen eine rasche Bergung zu ermöglichen. Wasser- und Landmannschaft der Ortsstelle Salzburg üben immer wieder in Ausbildungseinheiten und in Zusammenarbeit mit der Canyoninggruppe Nord bei/in der Klamm für den Ernstfall. Für optimale Rahmenbedingungen bei einem Einsatz ist gesorgt.

 

Text: C. Hutticher

Bilder: R. Wörndl / Archiv OST Salzburg

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