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Vermisste Amerikanerin nach drei Tagen gefunden

Die seit Dienstag dauernde Suche der Bergwacht nach einer vermissten 24-jährigen Amerikanerin beim Stöhrhaus/Untersbergmassiv wurde am Donnerstag um 15:30 Uhr beendet. Die Amerikanerin wurde schwer verletzt auf bayerischer Seite gefunden.

Foto: Bergrettung Grödig

Die junge Amerikanerin war seit Montag Abend vermisst. (Symbolbild: Bergrettung Grödig/Übung am U-Berg)

Foto: Bergrettung Grödig

Sie wurde von der Bergwacht am Donnerstag schwer verletzt geborgen.

Die junge Frau aus den Vereinigten Staaten befand sich auf dem auf 1894m hoch gelegenen Stöhrhaus/Untersberg zu Besuch bei ihren Bekannten, den Wirtsleuten.
Montagnachmittags war sie gemeinsam mit der Hüttenwirtin auf dem Hochplateau unterwegs. Um etwa 18.30 Uhr trennten sich die Frauen nur wenige Minuten von der Hütte entfernt. Die Amerikanerin wollte noch ein Stück gehen, ihre Begleiterin kehrte zum Stöhrhaus zurück. Als die Urlauberin bis zum Einbruch der Dunkelheit nicht aufgetaucht war, begannen die Wirtsleute mit der Suche im Umfeld um die Hütte, die jedoch erfolglos blieb.

Deutsche Bergwacht suchte ab Dienstag
Ab Dienstagmorgen war eine 24-köpfige Suchmannschaft von bayerischen Bergwachtmännern und Polizeibergführern mit vier Suchhunden im Einsatz. Abgesucht wurden das weitere Umfeld des Stöhrhauses, noch vorhandene Schneefelder, Randklüfte und Dolinen (Hohlräume im Fels). Außerdem wurden alle gängigen Zustiegswege und Klettersteige zum Berghaus abgegangen. Am Abend besserte sich die Sicht soweit, dass auch noch ein Polizeihubschrauber eingesetzt werden konnte. Aus der Luft wurden mittels Wärmebildkamera und mit Suchscheinwerfern auch die Südabstürze des Hochplateaus abgesucht. Zudem war ein SAR-Bundeswehrhubschrauber im Einsatz. Gegen Mitternacht wurde die Suche dann unterbrochen.

Grödiger Bergretter halfen am Donnerstag bei Suche
Am Donnerstag begann auch die Bergrettung Grödig mit der Suche nach der vermissten 23-jährigen Amerikanerin von der Salzburgerseite des weitläufigen Untersbergmassivs. Mit dem Polizeihubschrauber wurden 14 Mann der Bergrettung Grödig, fünf Hundeführer und drei Alpinpolizisten auf den U-Berg geflogen. "Wir suchten das Grenzgebiet Richtung bayerische Seite ab", so der Grödiger Ortsstellenleiter Bruno Tischlinger. Die Grödiger Bergretter teilten sich in drei Trupps, eine Gruppe kam bis zum Stöhrhaus.

Verletzte glücklicherweise gefunden
Am späten Nachmittag wurde von bayerischer Seite bekannt gegeben, dass die Frau im Bereich der Gurrwand bei Hallthurm schwer verletzt aufgefunden wurde. Die Frau erlitt schwere Frakturen und Verletztungen am Fersenbein und an der Schulter. Sie wurde mit dem Rettungshubschrauber "Christoph 14" ins Klinikum Traunstein eingeliefert. 

Sie dürfte auch enormes Glück gehabt haben, meinte der Grödiger Ortsstellenleiter, Bruno Tischlinger. Als sich die Frau nämlich verirrte, versuchte sie sich an der dortigen Materialseilbahn zu orientieren. Dabei stürzte sie schwer. Es gelang ihr, ein blutiges Kleidungsstück auf das Seil zu legen. Dieses wurde schließlich bei Wartungsarbeiten an der Materialseilbahn zufällig entdeckt und die Rettungsmannschaften konnten die Frau so finden und bergen.
Maria Riedler

 

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