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Verabschiedung Martin Nussdorfer

Abschied von ÖAMTC Pilot Martin Nussdorfer

„Wieder die Fluglizenz zu haben, ist mein schönstes Weihnachtsgeschenk“, das sagte Pilot Martin Nussdorfer aus Weißkirchen/Traun vor etwas mehr als einem Jahr, als er von der Austro-Control nach eingehenden Gesundheitsunter-suchungen die Lizenz zum Fliegen wieder bekam. Im Mai 2006 war der 35-Jährige mit dem ÖAMTC-Rettungshubschrauber C6 beim Landeanflug auf das Salzburger UKH wegen eines technischen Defekts abgestürzt und schwer verletzt worden. Auch die anderen Insassen überlebten den Absturz relativ gimpflich. Erst nach mehreren Operationen und acht Wochen Reha-Aufenthalt war Nussdorfer so hergestellt, dass er wieder fliegen konnte.

Am Freitag, 8. Februar verunglückten die erfahrenen Rettungsflieger Martin Nussdorfer und Pilot Harald Sperrer im Bereich des Toten Gebirges in der Nähe des Appelhauses bei einem Trainingsflug.

Da der Hubschrauber vom Typ Bell 206 nicht wie erwartet gegen 11.00 Uhr zurückkehrte, wurde am Abend eine Suchaktion gestartet. Welche Route die beiden Oberösterreicher genommen hatten, war unklar - es gab keine Radaraufzeichnungen und auch Funkkontakt war nach dem Start keiner mehr vorhanden. Auch spätere Versuche, einen Kontakt mittels Funk oder Handy herzustellen, waren vergeblich.
Gegen 18.15 Uhr verdichteten sich die Hinweise auf einen Absturz. Die Suchaktion im hochalpinen Gelände musste jedoch ohne Erfolg in den Nachtstunden abgebrochen werden. Kurz nach dem neuerlichen Beginn der Suche am Samstag wurde das ausgebrannte Wrack gefunden. Der Pilot Harald Sperrer dürfte das Tragseil einer Materialbahn gestreift und gekappt haben.

 

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