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Untersberg - Nach 2.500 Stufen in Sicherheit

Dienstag abend mussten drei deutsche Bergsteiger wegen Dunkelheit und völliger Erschöpfung über den Dopplersteig am Untersberg geborgen werden.

Dopplersteig: 1200 Höhenmeter auf nur 4,5km verteilt mit über 2.500 Holz- und in den Fels geschlagenen Stufen

Drei Wanderer, zwei Männer und eine Frau aus Norddeutschland bzw. München, starteten Dienstag früh vom Stöhrhaus aus zur Untersbergüberquerung über die Toni Lenz Hütte und den Schellenberger Sattel mit Ziel Zeppezauerhaus (1.633m). Kurz nach dem Schellenberger Sattel (1.438m) entschied sich die Gruppe, wegen der bevorstehenden Dunkelheit und Erschöpfung um etwa 18:00 Uhr nicht weiter auf- sondern über den Dopplersteig ins Tal abzusteigen.

Völlige Erschöpfung und Sturz über Holzstufen

Oberhalb der sogenannten Himmelsleiter auf ca. 1.100m stürzte die Frau dann über die Holzstufen ab und verletzte sich am Kopf. Aufgrund der Verletzung und völlig erschöpft alarmierte die Gruppe gegen 20:00 Uhr die Bergrettung Grödig.

Die Männer und Frauen der Bergrettung und zwei Bergrettungsärzte stiegen mit umfangreichem Bergungsmaterial zu der Gruppe auf. Die verletzte und erschöpfte Deutsche wurde mit der Universaltrage ins Tal gebracht. Die beiden anderen Personen wurden teils seilgesichert ins Tal begleitet.

Einsatz Nummer Dreizehn am Untersberg

"Der Einsatz war sehr fordernd. Der Steig war wegen der nassen Witterung sehr rutschig. Wir konnten den Abtransport mit der Universaltrage über die zahlreichen absturzgefährdeten Passagen nur seilgesichert durchgeführen," beschreibt Manfred Haas, Ortsstellenleiter Grödig, den Einsatz. Heuer mussten die Ehrenamtichen bereits 13mal am Untersberg ausrücken.

Die verletzte Person wurde mit der Rettung ins Krankenhaus gebracht. Der Einsatz konnte um 01:30 Uhr nach über fünf Stunden beendet werden.

Bilder: Bergrettung Grödig

397 Geborgene Personen
(2021 aktuell)
451 Einsätze
(2021 aktuell)
1459 aktive Einsatzkräfte
im Land Salzburg (2021 aktuell)