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Unsere engagierten Peers

Die Mitglieder der Notfallpsycholgie-Gruppe der Bergrettung Salzburg, kurz "Peers" trafen sich am vergangenen Samstag auf der Bergrettungshütte der BR Bad Gastein am Stubnerkogel zu einem Fortbildungstag.

Die Gruppe besteht seit rund einem Jahr und konnte schon bei vielen Einsätzen wertvolle Dienste leisten: Die Peers betreuen bei Alpinunfällen oder Suchaktionen die Opfer sowie die Angehörigen, um psychische Traumen zu verringern oder im Vorhinein zu verhindern.

Besonderes Augenmerk wird auch auf die Nachbetreuung gelegt, weil psychische Unfallfolgen wie Alpträume oder Angstzustände erste einige Zeit nach dem Ereignis auftreten können.


Bei einer Besprechung der bisherigen Ereignisse wurden besonders die grenzüberschreitenden Einsätze gemeinsam mit der bayerischen Bergwacht analysiert: In einem Fall verunglückte ein Salzburger Wanderer am Jenner und die bayerischen Einsatzkräfte alarmierten die Salzburger Kollegen, die dann die Familie des Unfallopfers betreuten.

Im zweiten Fall verunglückte ein Alpinist aus Bayern im Tennengebirge und die Salzburger Peers betreuten die Beteiligten bis sie von den bayerischen Kollegen übernommen wurden.


"Die Analyse der bisherigen Einsätze brachte folgendes Ergebnis", sagte Gruppen-Leiter und Notfallpsychologe Hans Kirschner, "die Bekanntheit der Peer-Gruppe ist leider noch zu gering, weshalb wir in den kommenden Monaten vermehrt die Ortsstellen über die Möglichkeit der notfallpsychologischen Betreuung informieren möchten."

Zum Abschluss des kurzweiligen Tages lernten die Peers vom Mühlbacher Kollegen Sigi Plenk Entspannungstechniken für Kinder und bekamen eine Einführung in die Philosophie von Qi Gong.

Nach einem gemeinsamen Kasnocken-Essen, das von den Bad Gasteiner-Kollegen organisiert wurde, ging es für die Peers wieder zurück ins Tal.

 

Bericht: Markus Rosskopf
Foto: Gerhard Imlauer und Roland Pfund

 

158 Geborgene Personen
(2021 aktuell)
191 Einsätze
(2021 aktuell)
1446 aktive Einsatzkräfte
im Land Salzburg (2021 aktuell)