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Unser Präsident Lindenberg fordert bessere finanzielle Absicherung

Bergrettungspräsident Lindenberg wünscht sich Versicherung und steuerliche Absetzbarkeit für privat finanzierte Ausrüstung.

Forderungen um bessere finanzielle Absicherung Bergretter (Foto: Sepp Schiefer)

Präsident Franz Lindenberg (Foto: ÖBRD Bundesverband)

APA, 30. April 2012:
Sie holen verirrte Wanderer und verletzte Kletterer aus alpinem Gelände, hängen unter dem Hubschrauber am Seil und müssen fallweise die eigene Gesundheit riskieren: rund 12.000 Bergretter in Österreich, die größtenteils ehrenamtlich tätig sind. Ihr Präsident, Franz Lindenberg, erneuerte nun seine Forderung nach einer besseren finanziellen Absicherung der Helfer.
Zwei Punkte möchte Lindenberg dringend besser geregelt wissen: Die Versicherung der Bergrettung und die Möglichkeit, Ausgaben für die Ausrüstung steuerlich abzusetzen. „Die Bergretter müssen sich Ausrüstungsgegenstände wie Helm oder Gurt teilweise selbst kaufen. Sie können dieser Aufwendungen nicht steuerlich geltend machen, so wie es zum Beispiel ein Lehrer kann, der sich einen PC kauft“, erläuterte der Präsident der Organisation am Montag im Gespräch mit der APA.
Auch in Sachen Versicherung strebt Lindenberg eine bessere Lösung an: Zwar gibt es für alle Bergretter ein Paket aus Haftpflicht-, Unfall- und Rechtsschutzversicherung. Die Prämienzahlungen machen seinen Angaben zufolge insgesamt rund 200.000 Euro pro Jahr aus, nur etwas mehr als die Hälfte davon werde durch Subventionen von Bundesebene - in erster Linie Innen- und Wirtschaftsministerium - gedeckt. „Für einen großen Teil müssen die Landesorganisationen selbst aufkommen - und dieses Geld fehlt dann für Ausbildung oder Ausrüstung“, sagte der Präsident der Bergrettung.


Die Organisation verfüge nur über sehr wenige fix angestellte Mitarbeiter - ein bis zwei pro Landesorganisation, wobei es sich um Bürokräfte handle, sagte Lindenberg. Selbst Einsatzkräfte, die in der Flugrettung tätig sind, arbeiten zum Teil ehrenamtlich, abhängig von Betreiber. In Niederösterreich zum Beispiel werde die Flugrettung ausschließlich vom ÖAMTC durchgeführt, Bergretter seien dort angestellt. In Vorarlberg sei die Bergrettung des Landes selbst Betreiber der Flugrettung, in einigen Ländern seien verschiedene Firmen tätig, die Bergretter nur teilweise anstellten, so Lindenberg. (APA)


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