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Tote nach Lawinenabgang in Grossarl

Im Ellmautal in Großarl lösten zwei italienische Skitouristen am 6.1. um etwa 13:40 Uhr im Bereich der Filzmoosalm ein Schneebrett aus. Die 33-jährige Frau konnte nur mehr tot geborgen werden.

Zwei italienische Tourengeher aus Triest lösten etwa 100 Meter unter dem Gipfel des Filzmooshörndl (2.187m) bei der Querung einer Rinne im NO-Hang ein Schneebrett aus. Beide wurden vom Schneebrett mitgerissen; während der 38-jährige Mann leicht verletzt an der Oberfläche blieb (Schürfwunden an den Händen und Erfrierungen an den Fingern), wurde die 33-jährige Frau im Auslaufbereich total verschüttet. Der Mann suchte sofort nach der Verschütteten mit Lawinenverschüttetensuchgerät und konnte seine Freundin auch orten und die relativ tief verschüttete Frau (1m) ausgraben. Leider verstarb sie noch an der Unfallsstelle an ihren schweren Verletzungen.
Ein bayrischer Tourengeher, der Richtung Filzmooshörndl unterwegs war, beobachtete dieses Lawinenunglück und versuchte die Rettungsmannschaften zu verständigen. Er hatte allerdings keinen Handyempfang und musste noch höher aufsteigen.
Innerhalb kürzester Zeit waren 40 Mitglieder der Bergrettung Großarl,neun Lawinen- und Suchhundeführer, zwei Vermisstensuchhundeführer der ARGE und zwei Hubschrauber (Martin 1 und Innenministerium) am Unfallsort. Einsatzleiter und Ortsstellenleiter der Bergrettung Großarl, Ignaz Hettegger warnt: "Durch einen starken Südwind sind in der Rinne am Filzmooshörndl gefährliche Verwehungen. Die Gefahrenzonen bilden sich vorzugsweise im Nord- bis Südostsektor und in seitlich eingewehten Rinnen und Mulden, zumeist oberhalb der Waldgrenze."

Zur Tourenplanung die Seiten des Salzburger Lawinenwarndienstes

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