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Tote am Hochkönig

Aufgrund von Erschöpfung und Unterkühlung starb eine rumänische Staatsbürgerin am Hochkönig.

Der Mann wurde in der Früh vom Rettungshubschrauber-Team geborgen

Am Morgen herrschten wieder gute Bedingungen; nur zog später ein starker Fönsturm auf.

Der Königsjodler wurde heuer schon einigen Bergsteigern zum Verhängnis.

Die 37-jährige Frau aus Wiener Neustadt war mit ihrem Begleiter, einem 38-jährigen Mann aus Niederösterreich am 24. September um 9 Uhr zum Hochkönig via Klettersteig „Königsjodler“ aufgebrochen.

 

Gegen 18.00 Uhr, kurz vor dem Ausstieg aus dem Klettersteig, in einer Seehöhe von etwa 2.850 Metern, zog eine Schlechtwetterfront auf und es begann vorerst zu regnen und der Regen ging dann in Schneefall über. Zu diesem Zeitpunkt war die Frau bereits erschöpft und kämpfte mit Unterkühlung. Dadurch musste das Paar längere Pausen einlegen.

 

Dichtes Schneetreiben
Gegen 22:00 Uhr, es herrschte bereits dichtes Schneetreiben, gelang es dem Mann über Mobiltelefon den Hüttenwirt des Matrashauses von der Notlage zu verständigen. Der Hüttenwirt traf nach einer Wegstrecke von etwa 150 Metern und 80 Höhenmetern gemeinsam mit einem Alpinisten bei dem in Bergnot geratenen Paar ein. Die Frau war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr ansprechbar. Der Transport der Frau zur Hütte gestaltete sich aufgrund eines starken Schneesturmes als extrem schwierig.

 

Frau starb 50 hm von Hütte entfernt

Etwa 50 Höhenmeter vom Auffindungsort entfernt, musste der Transport der Frau aufgegeben werden.

Der Hüttenwirt führte an der Frau noch Wiederbelebungsmaßnahmen durch, die aber keinen Erfolg brachten. Die Alpinistin verstarb gegen 23.00 Uhr. Der Mann wurde von Helfern zum Matrashaus gebracht und versorgt.

 

Der Leichnam wurde durch zwei Alpinpolizisten und einem Angehörigen der Bergrettung geborgen. Der Abtransport der Verstorbenen ins Tal konnte auf Grund eines Föhnsturmes noch nicht durchgeführt werden.

 

Der Mann wurde vom Rettungshubschrauber "Martin 1" in den frühen Morgenstunden in das Unfallkrankenhaus in Schwarzach geflogen.

 

 

Bericht: Sepp Oppeneiger/Bergrettung Werfen bzw. AEG Polizei

Foto: Hannes Laner/Bergrettung Bischofshofen, Flugrettung Martin 1

KÖNIGSJODLER

Die Schwierigkeit des Königsjodlers liegt weniger in extrem schwierigen Einzelstellen, als vielmehr in der Länge und der Höhe des Klettersteigs.Der Königsjodler ist keiner der neuen sportlichen Klettersteige, sondern er fordert durch das hochalpine Umfeld mehr den erfahrenen und ausdauernden Klettersteiggeher.
Dazu kommen oft sehr schnell wechselnde und schlechte Wetterbedingungen am Hochkönig.
Die Mobilfunk-Situation ist außerdem am Hochkönig sehr schwierig und Hilfe nicht immer per Handy möglich!!

Der Königsjodler Klettersteig ist als sehr schwierig einzustufen (meistens Grad C, einige Stellen auch D) und ist fur Anfanger NICHT zu empfehlen.
Er überwindet rund 1700 Klettermetern.

 

356 Geborgene Personen
(2021 aktuell)
411 Einsätze
(2021 aktuell)
1452 aktive Einsatzkräfte
im Land Salzburg (2021 aktuell)