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Sucheinsatz Genneralmen

Die seit zwei Tagen vermissten Tourengeher wurden am Freitagvormittag nach einer längeren Suchaktion unverletzt gefunden.

Suche Dienstag Nacht mit Quads

Aufstieg zur Genneralm

Diensthütte und Einsatzzentrale Genneralm

Seit Mittwochabend suchte die Bergrettung Salzburg nach zwei vermissten Männern (31 und 32 Jahre alt) im Bereich Genneralm (Hintersee). Die zwei Männer waren bereits am 4. Jänner um 9 Uhr zu einer Tour Richtung Genneralm aufgebrochen. Nachdem die Salzburger, die mit Splitboards und mit einem Hund unterwegs sind, nach Einbruch der Dunkelheit nicht zurück kamen, alarmierten Angehörige gegen 18:50 Uhr die Bergrettungsortsstelle Salzburg. Das Auto der Vermissten wurde auf dem Parkplatz Lämmerbach bei Hintersee gefunden.

Die Suchaktion nach den beiden Salzburgern dauerte am Mittwoch noch bis spät in die Nacht. Auch eine Handypeilung wurde veranlasst. Die Bergretter der Ortsstelle Salzburg blieben in der Nacht auf der Bergrettungsdiensthütte Genneralm, um am Donnerstag in der Früh wieder nach den Vermissten weiterzusuchen.

 

Am Donnerstag suchten insgesamt 47 Bergretter des Bezirkes Flachgaus (Salzburg, Grödig, St. Gilgen, Strobl) und aus dem Tennengau (Abtenau) nach den Männern. Es wurden auch die Hütten im Bereich Ackersbachtal, Königsberghorn, Genneralmen abgesucht.

 

Die Suchaktion war aufgrund der widrigen Bedingungen (große Neuschneemengen, Verwehungen, kaum Sicht und Lawinengefahr) für die Einsatzkräfte stark erschwert.

 

Am Freitagvormittag etwa um 10:30 Uhr entdeckte die Mannschaft der Libelle Salzburg mit dem Einsatzleiter der Bergrettung bei einem Suchflug die beiden Männer bei der Gotthardhütte. Dieser Bereich hinterm Gennerhorn war - aufgrund der Lawinengefahr - am Vortag noch nicht vollständig abgesucht worden. Zeugen hatten sich noch am Donnerstag bei der Bergrettung gemeldet und angegeben, dass sie die beiden Männer bei der Abfahrt vom Zinken gesehen hätten.

 

Die Männer hatten nach der Abfahrt aufgrund der schlechten Sicht die Orientierung verloren und suchten in der Gotthardhütte Zuflucht, um sich vor dem starken Schneetreiben zu schützen. Die Hütte konnten sie durch den Ofen beheizen. Sie blieben dort bis zum späten Freitagvormittag. Aufgrund des schlechten Mobilfunkempfangs konnten sie keinen Notruf absetzen. Die Männer waren in einer guten körperlichen Verfassung und konnte in Begleitung von Alpinpolizei selbständig abfahren.

 

Bericht ORF

Fotos: Bergrettung Salzburg (Lajosch/Schimpke/Aschauer)

 

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