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Sucheinsätze nach vermissten Skifahrern in Mühlbach und Obertauern

Zu den vielen Einsätzen mit Jahresbeginn zählen auch einige Sucheinsätze nach vermissten Skifahrern, wie etwa in Mühlbach oder Obertauern.

Bergretter suchen in diesen Tagen auch oft nach vermissten (Varianten-)Skifahrern. (Foto: Bergrettung Mühlbach)

Suche nach vermissten Skifahrer in Mühlbach

17 Bergretter aus Mühlbach und Dienten und Mitglieder der Lawinen- und Suchhundestaffel wurden kürzlich durch die Hochkönig Bergbahnen verständigt, dass zwei  Personen von der "Tiergartenalm" abgefahren seien und eine Person unten nicht angekommen sei. Nach relativ kurzer Suche konnte die vermisste Person unverletzt gefunden werden, sie hatte sich verfahren.

Sucheinsatz Obertauern:Vermisste Urlauberfamilie war in Hotel

Zu einem Sucheinsatz im Schigebiet wurde die Ortsstelle Obertauern am 2. Jänner gerufen. Acht Kameraden sowie ein Suchhund suchten bei frostigen Temperaturen nach einer Urlauberin aus England und ihren beiden Töchtern. Sie wurden von ihrem Ehemann und Vater gegen 17 Uhr vermisst gemeldet, da sie nicht zur vereinbarten Zeit am vereinbarten Treffpunkt erschienen. Gegen 19 Uhr war ein Suchtrupp fündig – jedoch in der Nähe eines Hotels, wo sich die Frau mit ihren Kindern aufgewärmt hatte. Leider hatten sie keine Nachricht betreffend ihres Aufenthaltsortes hinterlassen.

Appell des Bezirksleiters der Bergrettung im Pongau
"Es gibt immer wieder einzelne Skifahrer und Snowboarder, die sich überschätzen", sagt der Bezirksleiter der Bergrettung im Pongau, Josef Hettegger.

Natürlich mögen viele Skifahrer und Tourengeher nicht an alpine Gefahren denken, wenn schöne Tiefschneehänge locken und nicht jedes Unglück ist vermeidbar.
Trotzdem: Immer wieder wagen viele Wintersportler mit keiner bzw. wenig hochalpinen Erfahrung die Routen ins unverspurte Gelände für Varianten- und Tiefschneefahrten.
„Wir hatten bereits in diesem neuen Jahr viele Sucheinsätze nach Skifahrern, die in einen Graben gefahren sind oder sich im Gelände abseits der Pisten verirrt haben.“

Josef Hettegger bittet hier auch die Vermieter und Quartiergeben um verstärkte Information an die Gäste, diese leichtsinnigen Abfahrten ins unbekannte Gelände zu meiden. Und er legt allen Wintersportlern das Mitnehmen eines aufgeladenen Handys nahe.

 

 

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