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Suche nach deutschen Urlauber

Die Bergretter aus Bad Gastein suchten am Mittwochabend nach einem vermissten Pensionisten.

Gasteiner Bergretter bei einer Veranstaltung mit Kletterturm.

Die Gasteiner Bergretter werden heuer sehr oft alarmiert, die vielen Einsätze in weitläufigen Gebieten sind dazu auch noch häufig in der Nacht.

Am Mittwochabend, 24. September, wurde die Bergrettung Bad Gastein alarmiert: Ein 71-jähriger Pensionist aus Nürnberg war von seiner Frau gegen 18:30 Uhr als vermisst gemeldet worden.
Der Urlauber war am Morgen zu einer Bergtour aufgebrochen, er beabsichtigte eine Überquerung vom Kötschachtal über die Palfnerscharte nach Bad Gastein. Der Mann folgte dem Reedsteig in Richtung Reedsee; hier kam er oberhalb des Sees vom markierten Wanderweg ab und geriet in einer Seehöhe von etwa 2.000m in unwegsames Gelände. Dem Pensionisten war es nicht möglich nach Hilfe zurufen, da der Akku seines Handys leer und zuvor keine Mobilfunkverbindung gegeben war.

Pensionist irrte im weglosen Gelände herum
Nach längerer Zeit erreichte er den auf 2.246m Seehöhe gelegenen Gamskarlsee. Von dort fand er über die Lainkarscharte über das sogenannte Akar auf die Spuren des verfallenen „Oxensteiges“. So gelangte er trotz Dunkelheit nach fast 14 Stunden vollständig erschöpft, aber selbständig, ins Kötschachtal, wo er um 21:39 Uhr im Hotel „Grüner Baum“ seine Frau telefonisch verständigen konnte.
Bei seiner wahren Odyssee stürzte der Mann mehrmals und zog sich dabei einige leichte Schürfwunden am gesamten Körper zu. Ein herbeigerufener Arzt aus Bad Gastein stellte ansonsten nur einen allgemeinen Erschöpfungszustand fest.
Beim Sucheinsatz waren 18 Mann der Bergrettung Bad Gastein, ein Hundeführer und ein Alpinpolizist beteiligt. Der Einsatz wurde um 22:30 Uhr beendet.

 

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