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Suche nach abgestürzten Bergsteigern in Sportgastein

Die Bergrettung Bad Gastein suchte nach zwei verunglückten Bergsteigern aus Wiesbaden in Deutschland. Der 53-jährige Mann wurde gefunden, die 44-jährige Frau überlebte den Absturz nicht.

Die Mitglieder der Bergrettung Bad Gastein suchten im Gebiet Naßfeld/Weißenbachtal nach den verunglückten Bergsteigern.

Zuerst wurde nur der schwerverletzte Mann gefunden. Er gab an, dass er nicht alleine unterwegs war, und er nach seiner abgestürzten Begleiterin gesucht hatte und dabei selbst noch abstürzte.

Weißenbachtal in Sportgastein (alle Bilder: Konrad Rauscher/Bergrettung Salzburg)

„Ein Jäger meldete uns gestern Abend per Telefon, dass er im Naßfeld/Weißenbachtal, im Gemeindegebiet Sportgastein, eine schwer verletzte Person gesehen hätte“, schildert Roland Pfund von der Bergrettung Bad Gastein. Darauf hin wurde eine Suchaktion der Bergrettung Bad Gastein mit Beteiligung durch den Hubschrauber „Alpin Heli 6“ gestartet.

Schwer Verletzter suchte selbst nach Begleiterin
Aufgrund der Schilderungen und Angaben des Jägers konnte der schwerverletzte 53-jährige Deutsche aus Wiesbaden schnell gefunden und geborgen werden.
„Der schwerverletzte deutsche Wanderer gab uns zu verstehen, dass er nicht alleine unterwegs gewesen war, und dass auch seine 44-jährige deutsche Begleiterin abgestürzt sein musste.
Der Unfall dürfte sich schon gegen 13:00 Uhr ereignet haben und der Mann dürfte selbst stundenlang nach seiner Begleiterin gesucht haben“,
so Roland Pfund.

25 Bergretter aus Bad Gastein, drei Alpinpolizisten und vier Hundeführer und die Hubschrauberbesatzung suchten gegen 20:30 Uhr noch nach der abgestürzten Frau. „Wir waren in diesem schwierigen und steilem Gebiet mit vielen Rinnen und Gräben noch bis 1:30 Uhr unterwegs“, schildert der Bad Gasteiner Ortsstellenleiter. „Obwohl wir die steilen Rinnen – im Gebiet wo der Mann gefunden wurde - teilweise ausleuchteten und die Gräben großteils absuchten, konnten wir keinen Hinweis auf die abgestürzte Frau finden. Das Suchgebiet war einfach zu groß“.

Suche ging am nächsten Tag weiter
In den frühen Morgenstunden wurde die Suchaktion aber sofort wieder aufgenommen und von der Besatzung des „Alpin Heli 6“ und der „Libelle“ unterstützt. Bereits nach 20 Minuten konnte die Frau dann gefunden werden. „Die deutsche Bergsteigerin war in eine äußerst steile Rinne über 150 Meter gestürzt und war wahrscheinlich leider sofort tot“, so Roland Pfund.

Die späteren Ermittlungen der Polizei ergaben, dass die beiden Wanderer im Bereich des flachen Baukares im weglosen Gelände unterwegs waren. Die beiden dürften versucht haben, ins Weißenbachtal abzusteigen und sind dabei in der extrem steilen und grasbewachsenen Schroffenflanke ausgerutscht.
Die Frau erlitt tödliche Verletzungen und der Mann wurde - wie oben berichtet - von einem Jäger gesichtet.

Maria Riedler/Bergrettung Salzburg

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