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Suchaktion Zwölferhorn

Ein 54-jähriger Wiener verirrte sich am Zwölferhorn. Zuerst lehnte er Hilfe ab, löste dann aber doch eine nächtliche Suchaktion aus.

Ein 54-jähriger Techniker aus Wien verirrte sich am Sonntagabend auf dem Zwölferhorn (1523 m), im Gemeindegebiet St. Gilgen. Er besuchte dort Gastronomiebetriebe und wollte bei Einbruch der Dämmerung mit seinem Sohn und Bruder zu Tal absteigen. Dabei verirrten sich die drei im weglosen Gelände. Während der Sohn und der Bruder wieder in sicheres Gelände und schließlich zum Gipfelrestaurant gelangten, blieb der 54-Jährige vermisst. Der Sohn informierte um 21:25 Uhr seinen Unterkunftsgeber in St. Gilgen über das Verschwinden seines Vaters. Der Unterkunftsgeber alarmierte sofort via Notruf die Polizeiinspektion St. Gilgen. Den diensthabenden Beamten gelang es, mit dem unverletzten, aber erschöpften Wiener über dessen Mobiltelefon um 21:45 Uhr Kontakt aufzunehmen. Er teilte dabei mit, dass er wieder in Richtung Gipfel des Zwölferhornes aufsteigen wolle und ersuchte die Beamten noch keine Suchaktion auszulösen. Er werde aufsteigen und sich in einer halben Stunde wieder melden. Da sich der Techniker bis 21.15 Uhr nicht meldete, wurde er erneut angerufen. Diesmal gab er sich verzweifelt und entkräftet und ersuchte um Hilfe, weshalb über die RK-Leitstelle Suchmannschaften der Bergrettungsortsstellen St. Gilgen und Strobl und der Alpinpolizei der AEG Salzburg alarmiert wurden. Die Betriebsleitung der Zwölferhorn Seilbahn wurde ebenfalls aktiviert. Als die Suchmannschaften um 22:55 Uhr zum Einsatz abgehen wollten, meldete sich der Wiener und teilte mit, dass er unversehrt von einer Hüttenwirtin gefunden worden sei und mit dieser zum Bergrestaurant gehen werde.
Die Suchaktion wurde um 23:00 Uhr abgebrochen, nachdem Vater, Sohn und Bruder wohlauf im Gipfelrestaurant untergebracht waren.

Der Einsatzleiter bei dieser Suchaktion, Peter Gruber, verweist in diesem Zusammenhang wieder einmal auf die Möglichkeit einer Bergrettungs-Fördererunterstützung. „Mit nur 22 Euro ist für ein Jahr der komplette Versicherungsschutz gegeben, der auch für die ganze Familie gilt. Als Förderer der Bergrettung Salzburg unterstützen Sie die Finanzierung der Ausrüstung und Ausbildung der Mitglieder der Bergrettung mit. Im Gegenzug stehen allein in Österreich rund 11.000 Bergrettungsleute bereit, ihnen schnell und effizient nötige Hilfestellung zu leisten. Im Fels, im Eis, auf der Piste und am Wanderweg. “ Peter Gruber betont in diesem Zusammenhang auch, dass sich eine Gruppe in Bergnot nach Möglichkeit niemals trennen sollte, denn dadurch vervielfachen sich Gefahren.  Und einsatztaktisch kann eine Suchaktion nach verstreuten Gruppenmitgliedern dann schnell zum äußerst schwierigen Unterfangen werden. 

 

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