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Strobl: Schwierige Bergung nach Forstunfall

Ein Forstarbeiter verunglückte am Wieslerhorn. Er wurde durch eine schwierige Bergung gerettet.

Am 08.09.2011 führte eine Firma aus Bad Ischl in den steilen, exponierten Nordwesthängen des Wieslerhorns Forstarbeiten durch und betrieb nahe der Alpiglalm eine Holzbringungsseilbahn. Gegen 11.45 Uhr war ein 29-jähriger Arbeiter aus Bad Ischl damit beschäftigt, Holzbloche an der Seilbahn zum Taltransport anzuhängen, als sich oberhalb von ihm ein Baumstamm löste, auf ihn zurutschte und ihn mitriss. Der Forstarbeiter stürzte dadurch etwa 20 m über äußerst steiles und mit Felsen durchsetztes Gelände ab und zog sich dabei schwere innere und Brustkorbverletzungen zu.

Unglücksort nahe Holzseilbahn
Da sich der Unfallort unmittelbar neben einer Stütze der Holzseilbahn befand, welche mit etlichen Stahlseilen abgespannt war und überdies, infolge der gerade abklingenden Regenfront, böige Winde vorherrschten, konnte eine Seilbergung nicht durchgeführt werden. Während der Notarzt des alarmierten Notarzthubschraubers Martin 1 per Seil in der Nähe des Unglücksortes abgesetzt werden konnte, wurden die zwischenzeitlich eingetroffenen terrestrischen Rettungskräfte (6 Mann der Bergrettung Strobl und 2 Alpinpolizisten aus Strobl) mit der Holzbringungsseilbahn zur Unfallstelle transportiert. In einer gemeinsamen Rettungsaktion gelang es den Schwerstverletzten vor Ort zu stabilisieren, zur Holzbringungsseilbahn zu tragen und ihn mit dieser zur Talstation auf einer Forststraße nahe der Alpiglalm zu transportieren. 

Nach Bergung Abtransport Hubschrauber
Von dort wurde der lebensgefährlich verletzte Forstarbeiter mit dem Hubschrauber in das UKH Salzburg geflogen, wo er sofort notoperiert wurde.
Nur durch das perfekte Zusammenwirken alle beteiligten Rettungskräfte war es möglich, den Schwerstverletzten innerhalb von drei Stunden in das Krankenhaus einzuliefern und ihm dadurch das Leben zu retten.

Bericht: Robert Ratzinger/Bergrettung Strobl, Alpinpolizei

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