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Strobl: Gipfelkreuz am Rinnkogel

Vergangenes Wochenende errichteten die Strobler Bergretter ein neues Gipfelkreuz am Rinnkogel 1.823m. Die 100 Kilogramm schweren Teile mussten sie erst mühsam die letzten Meter auf den Gipfel tragen.

Das alte Gipfelkreuz war in die Jahre gekommen, der Querbalken ließ sich nur noch notdürftig befestigen und die Seilverankerungen waren teilweise ausgerissen. Wurde es doch vor fast 40 Jahren von Zopf Hans (Rosenstüberlwirt in Weissenbach) mit Sängerbundkameraden aus einer Lärche gehackt, aufgetragen und aufgestellt.


Dieser kräfteraubenden Art der Aufstellung „in Handarbeit“ verpflichtet, wurde auf einen möglichen Hubschrauberflug verzichtet und, wie eben damals, das Kreuz aus einer Lärche unterhalb des Gipfels geschnitten, gehackt und gehobelt. Danach stieg der Kettensägenschnitzer Eisl Wolfgang aus Strobl zum Kreuz auf und schnitzte sämtliche Innschriften ein, wie Jahreszahl, Rinnkogel und Seehöhe.


Das alte Kreuz musste demontiert werden, ein neuer Kreuzschuh wurde aufgetragen und tief im Gipfelgestein eingegraben und verankert. Ebenso wurde Wasser gesammelt, Zement und vier neue Spannseile hinaufgeschleppt und auch diese vier Verankerungen gegraben und gebohrt. So mancher Kamerad war heuer schon achtmal am Rinnkogel.


Das 100 Kilogramm schwere Kreuz wird aufgerichtet

Endlich war alles vorbereitet für die letzte und schwerste Arbeit, nämlich das Auftragen und Errichten des Kreuzes. Leider ließ sich die Sonne nicht mehr blicken und es begann gegen Mittag zu regnen. Zuerst wurden die zwei Kreuzteile, Hauptbalken und Querbalken, mit Schutzflies gegen mögliche Kratzer eingepackt. Dann trugen sechs Mann den Hauptbalken und zwei Mann den Querbalken Richtung Gipfel. Wer den Rinnkogel kennt, weiß wie steil und felsig es unterhalb des Gipfels wird. Teilweise musste man in den Seilversicherungen kletternd das schwere Kreuz hinaufziehen.


Endlich oben gut angekommen wurde der Querbalken eingesetzt, der Hauptbalken an den Eisenschuh angepasst und die vier Spannseile abgelängt und am Kreuz und an den Verankerungen angebracht. Dann war es soweit: das drei Meter hohe und fast 100 Kilogramm schwere Kreuz wurde mit einem kräftigem Ruck von den Kameraden aufgestellt, eingerichtet und mit den vier Spannseilen verankert. Ein Blitzschutz wurde angebracht und mehrere Erdungsleitungen eingegraben.


Nun erst gönnte man sich eine Jausenpause. Freudig wurde beim neuen Kreuz fotografiert und angestoßen. Dieses tolle, kameradschaftliche Erlebnis wird uns wohl allen noch lange in Erinnerung bleiben.

 

Dank an die Unterstützer
Abschließend möchten wird allen Gönnern einen großen Dank aussprechen: den Österreichischen Bundesforsten für das Holz, dem Kettensägenschnitzer Eisl Wolfgang für die geschnitzten Inschriften und der Voestalpine AG, Lehrwerkstätte in Linz, für die neue Gipfelbuchhalterung aus Kupfer.


Aber der größte Dank gebührt den Kameraden und Freunden der Bergrettung Ortsstelle Strobl, die diese Aktion geplant, organisiert und „Gott sei Dank“ unfallfrei durchgeführt haben. DANKE !

 

Text und Bilder: Manfred Grabner (OL Strobl)

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